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25
Feb

Umsteigen

Am Jungfernstieg wollen wir umsteigen, wir stehen auf dem Bahnsteig, da kommt eine Durchsage, man möge die Station umgehend verlassen und sich ins Freie begeben. Wir schauen uns an, mitten im Gespräch, dann wird die Durchsage auf Englisch wiederholt, dann wieder auf Deutsch, und es sickert zu uns durch, dass wir raus sollen, und zwar jetzt. Die Station Jungfernstieg ist groß, wir fahren Rolltreppen hinauf und gehen Gänge entlang, die Durchsage wird wiederholt und wiederholt, man soll die gesperrten Bereiche nicht betreten, wir sehen keine gesperrten Bereiche, überhaupt ist nichts zu sehen, kein Angestellter der HVV, keine Polizei oder Sicherheitsleute, kein Rauch, kein Geruch, kein Geräusch, nichts und niemand ist da, was Aufschluss geben könnte. Andere gehen ebenfalls Richtung Ausgang und schauen sich fragend an, schauen uns an, aber wir wissen es auch nicht. B. fängt an zu rennen, dann K., ich gebe die Coole, natürlich gehe ich auch einen Schritt schneller, ich frage mich, ob ich mich anstecken lassen soll von der Angst der anderen, aber was soll denn schon sein, sage ich, es wird irgendwo ein Papierkorb kokeln, und das glaube ich mir selbst. Habt Ihr solche Angst, frage ich, als wir draußen sind, ja, verdammt, sagt B., siehst Du doch. Stimmt, blöde Frage, tut mir leid. Wahrscheinlich hätte ebenso gut ich diejenige sein können, die als erste Angst bekommt, alles eine Frage der Rollenverteilung.

Weiß jemand, was gestern Abend gegen sieben Uhr am Jungfernstieg los war? In diesem Internet habe ich nichts gefunden.

isabo · 22:01h · comment · ·

 

Ein Gedicht! Über mich!

War Isa nicht dem Elch vergleichbar,
der still im Wald und unerreichbar
nach Worten, Wurzeln, Sätzen sucht
und dabei still den Tag verflucht,
an dem er diesen Job ergriff?
Nein, nicht vergleichbar? Na, dann nich.

von Percanta. Danke!

(Die Vorlage stammt ausnahms- und überraschenderweise mal von Robert Gernhardt und ist hier nachzulesen.)

isabo · 12:00h · comment · 0 ·

 

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