Tricks zur Selbstüberlistung. Lektion eins: So tun, als würde man prokrastinieren, in Wirklichkeit aber arbeiten.
Noch nerviger als das Prokrastinieren ist eigentlich nur das ewige Gerede darüber. Dieser wenig intelligente Einleitungssatz steht nicht mal in unmittlelbarem Bezug zu dem, was ich sagen will. Ich will auch gar nicht viel sagen, ich will eigentlich nur weiter Bilder angucken. Bei Flickr oder sonstwo im Internet, spektakuläre Landschaftsaufnahmen aus der Sierra Madre, entzückende Indianerkinder mit großen, dunklen Kulleraugen und Rotznasen, bunter Folklorekrimskrams, Höhlenwohnungen aus dem 13. Jahrhundert in unglaublich hohen und steilen Felswänden, rote und grüne Papageien, abgemagerte Rinder, Marihuanafelder, Maultiere, wettergegerbte Cowboys undsoweiter. Deswegen habe ich auch keine Zeit, noch groß was dazu zu sagen, ich arbeite ja, ich bin total fleißig, ich muss Bilder angucken. Man muss ja als Übersetzer eine Vorstellung haben, wie die Gegend aussieht, um die sich das aktuelle Buch dreht. Sonst wäre das ja alles voll nicht authentisch und so.