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13
Okt

Auf der Bank. Erstaunlich traurig. Teilweise.

isabo · 20:39h · comment · 0 ·

 

Der Tag am Meer

Endlich mal wieder einen Tag ans Meer, einen zünftigen Strandspaziergang machen, beschlossene Sache, obwohl das Wetter eher mittel werden soll, aber jenun, es ist Oktober, und Meer ist immer gut. Morgens ist in Hamburg strahlend blauer Himmel, die Sonne scheint, im Internet und im Radio werden 20°C angekündigt. Geht doch! In Hamburg.
Kaum haben wir Hamburg hinter uns gelassen, wird es nebelig, immer dichter suppt es uns ein, alles ist grau, man sieht die Hand vor den Augen nicht. Im übrigen ist es doch weiter nach Westerhever, als wir dachten. Nach zwei Stunden Fahrt parken wir, steigen aus, glücklicherweise haben wir statt Badesachen im letzten Moment doch noch die praktischen Funktionsjacken eingepackt, es pfeift ein ordentlicher Wind, man wünscht sich eine Mütze. Und einen Schal. Wir gehen Richtung Meer, es ist Hochwasser, wie schön, dass das Wasser da ist, denn wenn man ans Meer fährt, will man ja auch Meer sehen, das klappt aber an der Nordsee nicht immer. Was nicht da ist, ist Strand. Keine Ahnung, ob der nur da ist, wenn das Wasser weg ist, jedenfalls sehen wir nur Salzwiesen, durch die ein betonierter Pfad zum Leuchtturm führt. Von dem Pfad aus sieht man das Wasser nicht, man sieht den Strand nicht, man sieht, strenggenommen, überhaupt ziemlich wenig, außer Salzwiesen, und irgendwann wenigstens den Leuchtturm.



Man kann dann einmal um den Leuchtturm rumgehen und wieder zurück. Insgesamt macht das eine Stunde, dem Mann tun die Ohren weh vom Wind, ich habe mir rechtzeitig die Kapuze aufgesetzt. Wir sitzen im Auto, essen ein Brötchen mit Wurst, trinken Apfelschorle und beschließen, dann eben noch nach St. Peter-Ording zu fahren, denn dort, das weiß man ja, gibt es diesen sensationellen Strand, kilometerweit. Etwas unklar ist St. Peter-Ording selbst, das gibt es anscheinend gar nicht, es gibt Ording und St. Peter oder Bad St. Peter, schon wieder vergessen, und St. Peter Dorf, na egal, der Strand ist ja groß genug, ist auch überall ausgeschildert, wir folgen irgendwelchen Schildern, parken irgendwo, das Wasser ist immer noch da. Was nicht da ist, ist Strand. Dafür ist es heller, der Nebel hat sich plötzlich gelichtet, man ahnt Tageslicht, und dass hinter den Wolken irgendwo die Sonne sein muss. Wir laufen über einen betonierten Weg durch die Salzwiesen in Richtung der Kite-Surfer, da fängt es an zu regnen. Einmal bis ans Wasser, dann schnell zurück (Salzwiesen) und in die an Ungemütlichkeit kaum zu überbietende "Strandburg"; an der Tür steht "Aufmerksame Gäste schließen die Tür hinter sich, anderen wird es gesagt." Wir trinken schnell einen Kaffee und fahren nach Hause. Nach insgesamt vier Stunden Autofahrt und anderthalb Stunden an der frischen Luft sind wir total erschöpft.
Man sollte öfter ans Meer fahren, Meer ist immer gut, und das ist, auch wenn es sich gerade nicht so liest, mein voller Ernst.

isabo · 19:32h · comment · 0 ·

 

Ans Meer.

isabo · 09:28h · comment · ·

 

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