Schuhe
Wer in New York wohnt, hat meist einen ziemlich langen Weg zur Arbeit. Den Frauen, die im Büro ordentlich aussehen müssen, Kostüm, Handtasche, Pumps, ist es zu doof, mit den unbequemen Pumps U-Bahntreppen hinunterzuhetzen; ist ja auch wurscht, wie man unterwegs aussieht, sie tragen auf dem Weg zur Arbeit einfach Turnschuhe zum Kostümchen und ziehen sich die Pumps erst im Büro an.
Wer in Tokyo wohnt, hat meist einen ziemlich langen Weg zur Arbeit. Wenn man das Haus verlässt, sieht man natürlich ordentlich aus, Kostüm, Handtasche, Lippenstift (wichtig!), Pumps. Selbstverständlich. Die Firma ist so was wie ein Zuhause, und zu Hause trägt man Pantoffeln. Die ganzen Pumps stehen, nehme ich an, am Eingang ordentlich nebeneinander aufgereiht und werden erst für den Nachhauseweg wieder angezogen.
ja, und wie ist das eigentlich in deutschland bzw. in hamburg. haben es da die frauen weit zur arbeit und was tragen die eigentlich?
Link
isabo,
Dienstag, 20. Juni 2006, 18:55
Hamburg ist zu klein für weite Wege. Ansonsten: Gute Frage! Ich zum Beispiel trage sowohl auf dem Weg zur Arbeit (geschätzte Entfernung Bett - Schreibtisch ca. 6 Meter) als auch bei der Arbeit - ähm, naja, so genannte Gesundheitslatschen.
Link
ich glaube, wir selbstständigen sind nicht so relevant ... ich geh barfuß zur arbeit, und im winter mit dicken wollsocken. --
wenn ich aus dem haus gehe, um kundschaft zu besuchen, trage ich je nach art der kundschaft zwischen schlurf und mittelelegant, das schuhwerk natürlich passend zur klamotte, und ohne das schuhwerk zu wechseln; wenn ich also in pumps gehe (sehr selten allerdings), dann behalt ich die auch die ganze zeit an.
Link
isabo,
Dienstag, 20. Juni 2006, 20:41
Ach ja?
*zieht langsam eine Augenbraue hoch*
(Was ich eigentlich hatte sagen wollen: interessant, wie sich in unterschiedlichen Kulturen das subjektive Empfinden unterscheidet, wann man eine Privatperson ist und wann öffentlich oder offiziell. Und an was für einer Kleinigkeit das zutage tritt.)
Link
Klasse Beobachtung!
Bei mir in der Arbeit mischen sich beide Typen, männlicher- und weiblicherweise: Es gibt, vor allem im Winter, die Frauen, die die feinen Schühchen in der Tasche mit in die Arbeit nehmen. Und es gibt die Frauen und Männer, die im Büro erst mal Hausschuhe anziehen. Ich muss mal gucken, was diese Gruppen ausmacht.
Link
isabo,
Mittwoch, 21. Juni 2006, 11:13
Fragt sich, ob die Hausschuhträger sich mehr mit der Arbeit/dem Arbeitsplatz/dem Arbeitgeber identifizieren als die Straßenschuhträger.
Schuhe als Abstandhalter.
Link
_martini,
Mittwoch, 21. Juni 2006, 12:44
ich lege wert auf die tatsache, dass ich in zwei jahren new york NIEMALS bequeme schuhe zum-in-die-arbeit laufen dabeihatte. meine frisur sieht auch nicht aus wie die von melanie griffith in working girl. wer absätze tragen will muss auch damit laufen können.oder halt ein taxi ranwinken.
Link
chick,
Mittwoch, 21. Juni 2006, 12:48
Ja, aber Du bist ja bekanntermaßen auch unsere Schuh-Päpstin.
In der Branche, in der ich arbeite, schlüpft ein großer Teil der eher Technik affinen Angestellten zum Arbeiten in bequeme, nun ja, Gesundheitslatschen. Letztes Jahr, bei einem Kundenbesuch in Tschechien, waren alle dortigen Gesprächsteilnehmer unten rum einheitlich.
Link
isabo,
Mittwoch, 21. Juni 2006, 13:15
Hüpf! von Martinis Schlips runter.
(Ich hab das übrigens nur so dümmlich nachgeplappert. Hat mir jemand erzählt, ich war ja noch nie in New York.)
Link
blue sky,
Mittwoch, 21. Juni 2006, 13:19
Off-topic. Heute entdeckt: isa|rufer. Kommt demnächst in die Sammlung.
Link
mutant,
Donnerstag, 22. Juni 2006, 00:30
faszinierend finde ich, das die menschen tatsaechlich gerne mal 3 stationen vor der arbeit aussteigen und dann so x blocks runterlatschen. und auch gerne in unbequemen schuhen. der beste platz in nyc ist aber ganz klar die staten island ferry (wenn ich im lotto gewinne, kaufe ich mir ein haus auf staten island).
Link