Jahresrückblick II: Lektüre 2006
Paul Auster (J. A. Frank): Stadt aus Glas
Saul Bellow (W. Winkler): Ravelstein
Stefan Beuse: Gebrauchsanweisung für Hamburg
Raymond Carver (H. Frielinghaus): Wovon wir reden, wenn wir von Liebe reden
Pierre Desproges (S. Knoch): Die schöne Geschichte von der pummeligen Kröte
Irene Dische (R. Kaiser): Großmama packt aus
John v. Düffel: Vom Wasser
Marguerite Duras (I. Rakusa): Der Liebhaber
Jorge Edwards (S. Giersberg): Der Ursprung der Welt
Paula Fox (S. Höfer): Was am Ende bleibt
Arno Geiger: Es geht uns gut
Nadine Gordimer (H. Zerning): Ein Mann von der Straße
Peter Handke: Nachmittag eines Schriftstellers
Yael Hedaya (R. Melcer): Die Sache mit dem Glück
Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt
Judith Kuckart: Dorfschönheit
Katja Lange-Müller: Die Letzten
Friederike Mayröcker: Requiem für Ernst Jandl
Christoph Meckel: Licht
Stewart O’Nan (T. Gunkel): Das Glück der Anderen
Amos Oz (R. Achlama): Black Box
Moritz Rinke: Das große Stolpern
J.D. Salinger (E. Schönfeld): Der Fänger im Roggen
Meir Shalev (R. Melcer): Der Sündenfall – ein Glücksfall?
Sascha Stanisic: Wie der Soldat das Grammofon repariert
Martin Suter: Lila, Lila
John Updike (Friesel, Michieli, Wollschläger, Zimmer): Der verwaiste Swimmingpool
Tamar Yellin: Kafka in Brontëland
_martini,
16. Dezember 2006 20:40:34 MEZ
auch: carver, duras, geiger, kehlmann, o'nan (ist das the good wife? falls ja: grossartig, nein? hab ich so gerne gelesen), salinger, und suter.
jedes jahr wieder nehme ich mir vor, alles aufzuschreiben. jedes jahr wieder vergess ichs.
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isabo,
16. Dezember 2006 20:59:14 MEZ
Nein, der Originaltitel ist "A prayer for the dying". Ja, sehr tolles Buch, mit einem Du-Erzähler, erstaunlich, ich habe anfangs befürchtet, das würde mich auf die Dauer nerven, tat's aber nicht.
Auch erstaunlich, dass wir so viele Autoren parallel gelesen haben, liest Du so viel, dass "meine" Autoren da automatisch dabei sind?
(Salinger habe ich übrigens u.a.
deswegen gelesen.)
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mutant,
17. Dezember 2006 14:10:19 MEZ
da hat 2006 doch etwas gutes gehabt (catcher nicht gelesen zu haben ist eine beinharte unterlassungssuende).
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isabo,
18. Dezember 2006 00:16:17 MEZ
Ehrlich gesagt: hat mich nicht vom Hocker gerissen. Ich sehe wohl ein, dass es historisch interessant ist, weil es einer der ersten Romane in Umgangssprache war oder so, aber ansonsten hat es mir nicht viel gesagt.
Ja, 2006 hatte viel Gutes, aber der Fänger im Roggen steht auf der Liste nur auf Platz 734.
Hoffentlich werde ich jetzt nicht wegen Blasphemie aus dem Dorf gejagt.
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Von mir jedenfalls nicht. Ich hab den Fänger auch erst als ca. 30jähriger gelesen, mit ähnlichem Ergebnis. Hätte ich ihn 15 Jahre eher in die Finger bekommen, sähe mein Leben heute vielleicht anders aus. Weiß man's?
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kid37,
19. Dezember 2006 14:03:05 MEZ
Nein, denn dann hätten Sie wahrscheinlich die Übersetzung der Bölls gelesen - und die ist so na ja.
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isabo,
19. Dezember 2006 14:16:38 MEZ
So na ja? Ich habe sie nicht gelesen, aber allenthalben gehört, sie sei ausgesprochen schlecht. Die neue von Eike Schönfeld gefällt mir gut.
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kid37,
19. Dezember 2006 20:35:52 MEZ
Ich versuche in letzter Zeit, mich diplomatischer auszudrücken. In wahren Worten ist die Böll-Fassung altbacken (schon in ihrer Zeit) und, wie sagt man, ungenau. Die neue hat ja viel Lob bekommen, ich kenne die leider nicht.
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jaffolk,
16. Dezember 2006 21:07:00 MEZ
Ich hatte irgendwie gedacht, da wäre mindestens auch ein Buch dabei, dass ich auch gelesen habe, ist aber nicht. Also außer "Der Fänger im Roggen", aber das zählt irgendwie nicht, weil ich das schon so oft gelesen habe, dass es mir wie eine Selbstverständlichkeit vorkommt. Meine diesjährige Leseliste gibt's unter
herebesubtlety.com und ich bin mächtig stolz, weil ich's diesmal auf über 52 geschafft hab. Dafür sind aber auch so Eintagesbücher wie die ganzen Princess Diaries dabei. Trotzdem stolz.
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mutant,
17. Dezember 2006 14:15:55 MEZ
solche listen fuehren, ist das nicht anstrengend?
ich haette damit allein schon schwierigkeiten, weil ich gerne 3 buecher paralell lese.
irgendeins faellt dann immer hinten runter.
beeindruckenstes dieses jahr: vermutlich tc boyles talk talk.
angenehm unsympathische protagonisten.
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percanta,
16. Dezember 2006 21:24:24 MEZ
Schöne Liste!
Sascha Stansisic lese ich gerade (wenn ich nicht viel Schlechteres korrekturlese oder so, d.h. jede Nacht irgendwann gegen 1 Uhr früh und viel häppchenweiser als ich es mag)und genieße trotz der Zwangs-Häppchen sehr.
Ansonsten keine Übereinstimmung.
Meine nicht geschrieben Gelesen-"Liste" liegt überwiegend noch hier herum, außerhalb der Regale wie das meiste im Moment oder vor kurzem Gelesene - führst Du kontinuierlich Buch über die Lektüre, oder weißt Du es so, oder sammelst Du alles auf einem schönen Stapel und schreibst im Dezember ab?
Allein die TITEL Deiner Liste lesen sich schön.
Ein Tip dabei?
Unsortierte Grüße,
Percanta
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percanta,
16. Dezember 2006 21:26:14 MEZ
Bitte ergänzen Sie Endungen nach Bedarf und tauschen Sie "schön" auch mal gegen ein anderes Adjektiv aus...
unsortiert UND unkonzentiert! P.
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isabo,
16. Dezember 2006 22:26:32 MEZ
Nein, Hilfe, ich führe nicht konsequent Buch - ich stand gestern so vorm Regal und dachte, das haste neulich gelesen und das war auch dieses Jahr, und dann habe ich Zettel und Stift geholt und bin das Regal durchgegangen. (Was man halt so macht, wenn man dringend ganz viel arbeiten muss.)
Oh ja, Tipps sind dabei, jede Menge: Saul Bellow ist toll, Amos Oz hat mir auch gut gefallen. Jorge Edwards. Katja Lange-Müller. Irene Dische, entsetzlich tantiger Titel, großartiges Buch. Meckel, Suter, Kehlmann, Stanisic, Düffel. Bei Arno Geiger bin ich mir nicht ganz sicher, ist aber schon auch gut. Mayröcker, sehr anrührend. Tamar Yellin natürlich, großartige Kurzgeschichten. (Ihren Roman kaufen Sie bitte alle im Dezember 2007, wenn er auf Deutsch erscheint.)
Ach, überhaupt, jetzt habe ich gleich die ganze Liste nochmal abgeschrieben: hätte mir irgendwas davon überhaupt nicht gefallen, dann hätte ich es wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen.
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mutant,
17. Dezember 2006 14:17:14 MEZ
tamar yellin, genau, wollte ich fragen: wer hat denn da uebersetzt?
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isabo,
18. Dezember 2006 00:05:46 MEZ
Bisher niemand, jedenfalls nicht ins Deutsche, ich habe es auf Englisch gelesen. Aber ich hoffe sehr, dass man mich fragt, wenn ein deutscher Verlag die Rechte kauft.
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na vielen, vielen dank. jetzt habe ich auch noch ein schlechtes gewissen, dass ich dieses jahr so wenig vor gedruckten buchstaben verbracht habe.
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g a g a,
18. Dezember 2006 21:33:22 MEZ
das ist aber sehr aufmerksam, mit der passenden linkfarbe zur vase, frau isabo (die ich für ein stylisches wasserglas halten wollte und mir bereits den kopf zerbrach, welch metaphorische botschaft sich in einem leeren glase für die lesergemeinde verbergen könnte. aber schnurstracks antwortete ich mir selbst: gar keine. sieht halt hübsch aus! auch das blauschimmernde an sich! ein apartes glas.)
ach gott. jetzt finde ich nicht den einstieg in den strang. was soll's.
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isabo,
18. Dezember 2006 23:44:32 MEZ
Ich brauchte halt was Langes, Hohes, was außerdem auch noch freigestellt ist oder einen weißen Hintergrund hat, und da habe ich das Ding gefunden, Glas oder Vase ist ja wurscht. Aber ich finde es auch sehr leer.
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g a g a,
19. Dezember 2006 00:07:31 MEZ
man möchte etwas einschenken. milch und wodka. oder so.
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off topic: letztens war ja kurz mal so ne vase zu sehen, seit gestern(?)ist dein blog aber wieder nackig.
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unten links steht sie doch.
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isabo,
18. Dezember 2006 00:07:43 MEZ
Dann muss das Verschwinden der Bildchen wohl mit dem Vorrücken der Kommentare zusammenhängen. Keine Ahnung, wieso das passiert ist, ich wollte nur die Linkfarbe ändern, damit sie zu der Vase passt. Ich versuche demnächst mal, das zu korrigieren, bis dahin bleibts halt bei manchen nackig.
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ach, lass Dir Zeit, das stört ja nicht wirklich und im Firefox gehts ja.
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chick,
19. Dezember 2006 11:38:21 MEZ
Ich auch:
O'Nan.
von Düffel
Kehlmann
Geiger
Die beiden ersten übrigens, weil von Dir hier im Blog empfohlen bzw. erwähnt.
von Düffel: großartig
O'Nan: geht so. Mich hat der Stil genervt, vor allem aber der Protagonist!
Ansonsten noch Etliches, auch viel Seichtes. Empfehlen möchte ich aber "Middlesex" und die "Selbstmordschwstern" von Jeffrey Eugenides!
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