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Donnerstag, 30. September 2010
Erkenntnis. Und Tür zu.
isabo,
20:50
Die Erkenntnis ist: Das mit den zwei Blogs funktioniert nicht. Dauernd überlege ich, wohin ich etwas tue, die Trennung in privat und beruflich klappt nicht, und irgendwie will ich das auch gar nicht. Und weil ich da drüben so eine schöne eigene Domain mit meinem eigenen Namen habe und es auch irgendwie mal Zeit für was Neues ist, geht es jetzt also dort weiter. Bitte hier entlang. Blumen und Einweihungsgeschenke bitte gleich drüben abgeben. Danke! Hier ist dann jetzt Schluss. Tschüss antville! War schön hier, aber jetzt ziehe ich weiter. Ich werde sicher manchmal Heimweh nach dem Ameisenhügel haben. Aber ich hoffe, Ihr kommt alle mit. (Lesezeichen + Blogroll ändern und so. (Na kommt.)) ... Link Montag, 27. September 2010
Flaggen
isabo,
16:26
Vor gut zwei Jahren stand plötzlich ein Flaggenmast hinterm Haus, geflaggt war meistens Deutschland oder Hamburg. Etwa zur gleichen Zeit bekamen wir neue Fenster, daher war unser Vermieter, der im Erdgeschoss wohnt und den Mast bestückt, öfter bei uns in der Wohnung und beaufsichtigte die Handwerker. Wir kamen ins Gespräch, ich sagte, dass ich zwei Tage später Geburtstag hätte, da fragte er, ob ich Besuch bekomme und aus welchem Bundesland. Aus Bayern, sagte ich überrascht, und fragte mich insgeheim, was ihn das eigentlich anging. Bayern, sagte er, die Flagge habe er noch nicht, er habe bisher erst Schleswig-Holstein und Niedersachsen, weil dort die Enkelkinder wohnen. Aber wir sollten ihm jetzt immer sagen, aus welchem Bundesland wir Besuch bekommen, damit er entsprechend flaggen kann. Soweit kommts noch, dachte ich, und sagte vermutlich jaja.
Schon länger gibt es auch eine Geburtstagsflagge, und spätestens wenn die hängt, wird man dann wirklich neugierig und möchte wissen, wem sie gilt. Wenn niemand Besuch oder Geburtstag hat, ist meistens Deutschland oder Hamburg geflaggt. Heute hängt die Deutschlandfahne zum ersten Mal auf halbmast. Ich habe keine Ahnung, warum, und ein bisschen Angst. ... Link
Is a book
isabo,
13:27
... Link Dienstag, 21. September 2010
Isa veröffentlicht ihre Skype-Protokolle, zweifelt an ihrer Umgangssprache, gibt ein Seminar und überbringt mittendrin Komplimente
isabo,
21:46
[10.09.10 20:41:13] Maximilian: schön auch, wenn man eine übersetzung von dir gleich am ersten satz erkennt :-) Jau. Meschugge und plemplem und bemackt vorschlagen, aber mir erzählen, kein Mensch würde heute mehr bescheuert sagen. Herr Maximilian! Ich habe heute meine Studentinnen gefragt. Sie haben mich ganz verständnislos angeguckt und gesagt, wie, wieso, bescheuert ist doch völlig normal, das sagt jeder dauernd, total selbstverständliches Wort. Wenige Stunden später die Frage, ob ich auch andere Blogger kenne. Zum Beispiel den von den Herzdamengeschichten. Die seien ja so – haaaaach! Ja, sprach ich, ich bin sogar Patentante von Sohn 2. Haaaach, Du kennst Sohn zwei! Ja, sagte ich stolz. Und Sohn eins und die Herzdame auch, und Maximilian sei übrigens der, der behauptet hat, kein Mensch würde „bescheuert“ sagen. ... Link Samstag, 18. September 2010
Paper Dreams. Hübsches aus Papier
isabo,
14:01
Paper Dreams from Kenneth Onulak on Vimeo. (Für ein Vollbild auf das Pfeilviereck zwischen HD und Vimeo klicken.) ... Link Freitag, 17. September 2010
Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse!
isabo,
10:05
Martina Kink (42), lebt und schreibt in München. Aber erst, seit sie in Rosenheim geboren und in Reit im Winkl aufgewachsen ist, in München das Studium abgebrochen, in München als Sekretärin Kaffee gekocht und in New York gelernt hat, wo sie hin will. Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Übersetzt seit 10 Jahren Literatur aus dem Englischen und bloggt unter … is a blog über Bücher und das Leben. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins zur Rettung des "anderthalb". Andreas Udluft ist freier Autor in Hamburg. Aufgewachsen in der DDR, war er zunächst Diskotheken-Betreiber, Leichenfahrer und Psychiatrie-Pfleger. Dann Jurastudium und kurze Anwaltstätigkeit, Schreiben für Zeitungen und Zeitschriften. Nach Anstellungen bei verschiedenen TV-Formaten (etwa "Unter uns") inzwischen freier Autor fürs Fernsehen (z.B: "Das perfekte Dinner"). Gründungsmitglied der Hamburger Autorengruppe "The Günter Grasses". Maximilian Buddenbohm, geboren 1966 in Lübeck, studierte Bibliothekswesen in Hamburg. Heute arbeitet er als Controller für eine Marktforschungsfirma und betreibt nebenbei zusammen mit seiner Frau eine kleine Internetagentur. Er bloggt seit sechs Jahren mit großem Publikumserfolg über seine Kindheit und Jugend an der Ostsee, seine Frau (die Herzdame) und das Leben mit seinen zwei Söhnen. Schreibt auch Bücher. Und Klaus Friese hat uns schon letztes Mal so charmant moderiert, den haben wir einfach behalten. Kommt alle! Der Flyer darf auch gern mitgenommen und anderswo ausgelegt werden. ... Link Mittwoch, 15. September 2010
Is a book
isabo,
11:30
... Link Dienstag, 14. September 2010
Warum ich keine englischen Bücher lese
isabo,
10:12
werde ich immer wieder gefragt, wenn Leute meine Leseliste sehen. Die ausführliche Antwort steht jetzt hier. Total provokativ! ... Link Freitag, 10. September 2010
Darf ich vorstellen:
isabo,
10:45
(Foto: Jens Scholz. Mann: meiner. T-Shirt: French Connection.) ... Link Donnerstag, 9. September 2010
Is a book
isabo,
20:23
... Link Dienstag, 7. September 2010
Tiere. (Nein, nicht essen. Auch nicht nicht essen. Was ganz anderes.)
isabo,
23:16
Was ich nicht verstehe: Wer sich freiwillig ein Tier in der Wohnung hält, das da frei herumläuft, sagen wir: eine Katze – aber okay, da fängt es schon an, dass ich es nicht verstehe, mein Verstand hat zwar so eine Ahnung, dass es damit zu tun haben muss, etwas Lebendiges herumlaufen zu haben, etwas Weiches zum Streicheln oder so, aber dann sagt mein Verstand mir gleich hinterher, was mein Gefühl auch schon gesagt hat, dass nämlich diese ganzen Ekligkeiten, der Geruch des Tiers und seines Futters, die Haare überall, Kotze, Kacke und so weiter, dass das ja wohl stärker ist als das Bedürfnis, etwas Lebendiges zum Anfassen zu haben, beziehungsweise dass ich persönlich es schrecklich fände, wenn mein Bedürfnis, etwas Lebendiges anzufassen, sich nicht mehr damit befriedigen ließe, Menschen anzufassen, sondern ich mir eine Katze anschaffen müsste, die kotzt und kackt und stinkt, wobei Katzenbesitzer das mit dem Stinken ja gar nicht merken, ich kenne keinen einzigen Katzenbesitzer, der nicht behaupten würde, seine Katze stinke nicht, aber natürlich riecht in Wahrheit doch die ganze Wohnung danach, am schlimmsten ist das Feuchtfutter, e-kel-haft, also, wo war ich? Wollte sagen, ich kann schon nicht nachvollziehen, wieso Menschen sich freiwillig ein Tier ins Haus holen, aber ich weiß ja, dass es viele gibt, die das ganz anders sehen und ganz anders empfinden, und die sind auch keineswegs alle sozialgestört, es ist also wohl einfach eine andere Einstellung oder so, vielleicht finden sie es gar nicht so schlimm, morgens zu twittern „schon wieder barfuß in Katzenkotze getreten“, ich will so was morgens beim Aufstehen nicht mal lesen, aber wer weiß, es gibt ja sonderbare Hobbies, wer bin ich, darüber zu richten, jedenfalls, nehmen wir also an, dass es ganz normal und für die Leute sogar schön ist, so ein Tier zu haben, aber was ich dann wirklich nicht verstehe, ist: warum dieselben Leute anfangen zu quieken, wenn eine Maus in ihrer Wohnung ist. Oder eine Spinne. Meine Güte, so ein kleines Mäuschen, die sind doch ganz niedlich und fusseln viel weniger, sie kratzen nicht die Möbel kaputt und die Kleider und die Haut, man muss ihnen nicht so einen grottenhässlichen Kratzbaum ins Wohnzimmer stellen, sie latschen einem nicht auf der Tastatur herum und wecken einen morgens nicht, sie kommen nicht ins Bett, ich meine, Katzenbesitzer lassen ihre Katzen üblicherweise sogar in ihr Bett! und sie kotzen nicht oder wenn doch, dann höchstens so wenig, dass man nicht gleich drauf ausrutscht. Okay, Mäuse gehen nicht auf ihr eigenes Klo, sondern kacken irgendwohin, aber sonst? Das bisschen Mäusekacke kann doch jemanden nicht erschrecken, der freiwillig eine Katze in sein Bett lässt, ihr Klo leert und in ihre Kotze tritt, und vor allem: so ein Mäuschen wird man ja auch wieder los. Vertreiben, fangen, Falle stellen, Katze draufhetzen, was weiß ich. Und Spinnen, meine Güte. Fangen und rauswerfen. Alternativ auch Hausschlappen oder Staubsauger. Aber bei so kleinen Tieren die Panik zu kriegen, wenn man sich freiwillig und absichtlich viel größere und fusselndere und stinkendere hält, das verstehe ich tatsächlich nicht. ... Link
Is a book
isabo,
14:53
... Link Montag, 6. September 2010
Hieronymustag
isabo,
10:46
Am 30. September ist der Tag des heiligen Hieronymus, des Schutzpatrons der Übersetzer. Aus diesem Anlass schwärmen auch dieses Jahr wieder Übersetzer in Deutschland und der Schweiz aus in Buchhandlungen, Literaturhäuser, Bibliotheken und Restaurants, lesen aus ihren Übersetzungen und sprechen darüber. Die vollständige Liste aller Veranstaltungen in Berlin, Bremen, Erlangen, Frankfurt, Freiburg, Hamburg, München und Winterthur gibt es hier. ... Link Freitag, 3. September 2010
TIERE ESSEN. Übersetzer lesen Foer.
isabo,
09:20
Brigitte Jakobeit, Ingo Herzke und ich stellen im Restaurant Trific Jonathan Safran Foers „Tiere essen“ vor. Dazu kocht Oliver Trific ein veganes (!) Drei-Gänge-Überraschungsmenü.
Mittwoch, 29.09.2010 Da die Anzahl der Plätze begrenzt und das Interesse groß ist, bitte telefonisch direkt im Trific anmelden. Tel. 040/21996927 Restaurant Trific, Eppendorfer Weg 170, 20253 Hamburg UPDATE 17.09.2010: Die Lesung ist ausverkauft! NOCHN UPDATE 28.09.2010: Es gab ein paar Absagen, seit heute sind ein paar wenige Plätze wieder frei! ... Link Donnerstag, 2. September 2010
Is a book
isabo,
16:02
... Link Mittwoch, 1. September 2010
Is a book
isabo,
17:12
Johanna Straub: Das Beste daran. Die Buchbesprechungen erscheinen jetzt im "Berufsblog", ich werde aber hier weiterhin darauf hinweisen. Bitte auf das Cover klicken. (Tolles Buch nämlich.) ... Link Montag, 30. August 2010
Kurios
isabo,
12:23
Die Nominierungen für den kuriosesten Buchtitel des Jahres sind da! Mehr hier. ... Link
Note to myself:
isabo,
10:59
When you setz Milch auf, never ever niemals nicht go to the computer and the internet, and no, auch nicht nur kurz. ... Link Sonntag, 29. August 2010
Guckt mal!
isabo,
17:13
Nachdem Percanta vor einem guten halben Jahr 40 Tage in Buenos Aires war, ist sie jetzt für 12 Tage in Santiago. Und nimmt uns mit. ... Link Samstag, 28. August 2010
Is a book
isabo,
14:04
Judith Schalansky: Blau steht dir nicht. Matrosenroman Der Roman beginnt so: Der „Matrosenroman“ hat nur gut 130 Seiten in sechs Kapiteln und ist irgendwie gar kein Roman. Kapitel eins, drei und fünf erzählen von Jenny, die immer wieder mal bei den Großeltern auf Usedom ist und mit dem Großvater herumzieht und das Meer kennenlernt. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es sich hier um die Kindheitserinnerungen der Autorin handelt, zumal immer wieder private Fotos abgebildet sind. Judith Schalansky ist ansonsten übrigens die Frau, die den wundervollen Atlas der abgelegenen Inseln verfasst hat, den Sie hoffentlich alle schon längst gekauft haben. Wenn nicht: los. Judith Schalansky steht im Regal zwischen Marjane Satrapi und Bernhard Schlink. ... Link Freitag, 27. August 2010
Tiere essen. Interview mit mir selbst
isabo,
12:25
So, jetzt habe ich endlich auch noch etwas über "Tiere essen" geschrieben: ein Interview mit mir selbst. Bitte aufs Buchcover klicken! ... Link Donnerstag, 26. August 2010
Hihi
isabo,
23:45
von Claus Ast vom Skizzenblog. Danke! ... Link Mittwoch, 25. August 2010
Is a book
isabo,
20:13
Zoë Beck: Das alte Kind Der Roman beginnt so: Berlin, September 1978 Das Kind, das man ihr jetzt bringt, ist aber nicht ihres. Dummerweise glaubt ihr das niemand. Nicht mal ihr Mann, ein erfolgreicher Pianist, der dauernd unterwegs ist, und das Kind zuletzt im Alter von zwei Wochen gesehen hat. Jetzt ist es sechs Monate alt. Carla wird allgemein für verrückt gehalten, natürlich sei das ihr Kind, heißt es. Und dann stellt sich etwas später auch noch heraus, dass das Kind unter Progerie leidet, einer Art vorschneller Alterung, und nicht besonders alt werden wird. Jetzt nimmt man erst recht an, Carla akzeptiere ihr Kind nicht, weil es krank ist. ... Link Montag, 23. August 2010
Project
isabo,
09:49
... Link Sonntag, 22. August 2010
Is a book
isabo,
11:13
Katrin Seddig: Runterkommen Ja, ja, ja! Leute, es gibt da draußen so viele so tolle Bücher, es ist die wahre Pracht, lest! Lest tolle Bücher, zum Beispiel dieses hier. Es fängt so an: Als er in seinem schwarzen Mercedes-Benz um die Ecke summt, kneift sie die Augen zusammen und umarmt den sonnenwarmen Stamm. Dani steht hinter einem Baum am Waldrand und beobachtet Erik. Erik ist ein gutsituierter Anwalt mit Einfamilienhaus im Grünen, Frau und zwei Kindern. Dani ist Putzfrau und hat ein Problem. Erik hat auch Probleme, seine Frau ebenfalls, in weiteren Rollen: Tom, Karin, Doreen, Zusanna, Thomasz, Johannes und so weiter: alle haben ihre Probleme, manche eine handfeste Macke, alle wären gern ein bisschen glücklich und sind ein bisschen kaputt. Alle wollen Sex, manche haben reichlich davon, andere nicht. Die meisten trinken, manche mehr, andere weniger. Ich habe Katrin Seddig mal im Literaturhaus lesen hören, bei der Verleihung der Förderpreise vielleicht? Ich weiß es nicht mehr, jedenfalls fand ich sie da so gut, dass wir sie zu Kaffee.Satz.Lesen eingeladen haben, da war sie schon wieder so gut, und seitdem habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Sehr zu recht. Katrin Seddig kommt im Regal zwischen David Sedaris und Anna Seghers. ... Link Samstag, 21. August 2010
Is a book
isabo,
09:46
David Grossman (Anne Birkenhauer): Eine Frau flieht vor einer Nachricht Das zweite Kapitel fängt so an: Eine Frau flieht vor einer Nachricht. Die Frau heißt Ora, und eigentlich wollte sie mit ihrem erwachsenen Sohn Ofer zusammen eine Wanderung durch Galiläa machen, eine Woche lang, zur Feier seiner Entlassung aus der Armee. Jetzt muss Ofer aber doch noch mal hin, in den Krieg. Und Ora flieht, sie flieht vor der Nachricht, dass er gefallen ist. Von dem Moment an, da Ofer nicht mehr zu Hause ist, hält sie es dort nicht mehr aus, weil sie dauernd damit rechnen muss, dass „sie“ kommen, um ihr diese Nachricht zu überbringen. Zum Überbringen einer Nachricht gehören aber immer zwei: einer, der sie überbringt, und einer, der sie empfängt. Wenn Ora einfach nicht da ist, dann kann die Nachricht auch nicht überbracht werden. Sie beschützt ihren Sohn sozusagen, indem sie nicht da ist. Und so macht sie die geplante Wanderung trotzdem, und zwar zusammen mit ihrem Jugendfreund Avram. Und auf dieser Wanderung reden sie miteinander. ... Link Freitag, 20. August 2010
Nur kurz:
isabo,
16:03
lesen Sie doch mal, was Percanta sagt. ... Link
Traumjob
isabo,
12:09
Gestern habe ich gehört, es gebe da ein Luxushotel auf Sylt, dessen Bibliothek von Elke Heidenreich eingerichtet wurde. Nun teile ich Frau Heidenreichs Buchgeschmack nicht unbedingt, und ich weiß natürlich auch nicht, ob sie wirklich einzeln und von Hand Bücher ausgewählt hat, oder ob das jemand anderes war und sie nur hinterher ihren Namen druntergesetzt hat. ... Link Donnerstag, 19. August 2010
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isabo,
14:06
Im Februar habe ich hier einen Spendenaufruf für eine Kollegin veröffentlicht, die nach vielen langen Krankenhausaufenthalten in den letzten zehn Jahren so verschuldet war, dass sie es allein nicht mehr geschafft hätte. Die Sammlung fand vor allem im Kollegenkreis statt, es haben sich aber auch erstaunlich viele Blogleser beteiligt – ohne die Kollegin zu kennen, teilweise kennt Ihr ja nicht mal mich. Das war überwältigend, und ich danke Euch sehr. ... Link Mittwoch, 18. August 2010
Nominierungen für den deutschen Buchpreis 2010 (Longlist)
isabo,
11:20
Alina Bronsky, Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche (Kiepenheuer & Witsch, August 2010) Jan Faktor, Georgs Sorgen um die Vergangenheit oder im Reich des heiligen Hodensack-Bimbams von Prag (Kiepenheuer & Witsch, März 2010) Nino Haratischwili, Juja (Verbrecher Verlag, März 2010) Thomas Hettche, Die Liebe der Väter (Kiepenheuer & Witsch, August 2010) Michael Kleeberg, Das amerikanische Hospital (DVA, August 2010) Michael Köhlmeier, Madalyn (Carl Hanser Verlag, August 2010) Thomas Lehr, September. Fata Morgana (Carl Hanser Verlag, August 2010) Mariana Leky, Die Herrenausstatterin (DuMont Buchverlag, Februar 2010) Nicol Ljubić, Meeresstille (Hoffmann und Campe, February 2010) Kristof Magnusson, Das war ich nicht (Verlag Antje Kunstmann, Januar 2010) Andreas Maier, Das Zimmer (Suhrkamp Verlag, September 2010) Olga Martynova, Sogar Papageien überleben uns (Droschl Literaturverlag, Januar 2010) Martin Mosebach, Was davor geschah (Carl Hanser Verlag, August 2010) Melinda Nadj Abonji, Tauben fliegen auf (Jung und Jung Verlag, August 2010) Doron Rabinovici, Andernorts (Suhrkamp Verlag, August 2010) Hans Joachim Schädlich, Kokoschkins Reise (Rowohlt Verlag, März 2010) Andreas Schäfer, Wir vier (DuMont Buchverlag, Februar 2010) Peter Wawerzinek, Rabenliebe (Galiani Berlin, August 2010) Judith Zander, Dinge, die wir heute sagten (Deutscher Taschenbuchverlag, September 2010) Joachim Zelter, Der Ministerpräsident (Klöpfer & Meyer Verlag, August 2010) ... Link Dienstag, 17. August 2010
*prust*
isabo,
15:04
Aus meinen Amazon-Empfehlungen. Sie haben angesehen: "Jonathan Safran Foer: Tiere essen".
... Link
Jonathan Safran Foer: Tiere essen. Presseecho
isabo,
11:20
Übermorgen ist der offizielle Erscheinungstermin, angeblich liegt es aber schon in den Läden: "TIERE ESSEN" von Jonathan Safran Foer, übersetzt von Brigitte Jakobeit, Ingo Herzke und mir. Verlag Kiepenheuer und Witsch Der Freitag Die Welt 1 ZDF Aspekte, Text Die ZEIT: Essay Nochmal der Spiegel mit einem Interview mit Foer Susanne Schmetkamp / Theorieblog Und hier sind nochmal meine eigenen Blogeinträge, die ich während des Übersetzens geschrieben habe: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8 ... Link Montag, 16. August 2010
Was ist die Kunst des Übersetzens?
isabo,
22:11
... Link
Is a book
isabo,
12:21
Inka Parei: Die Schattenboxerin Der Roman beginnt so: Die Nachbarin mit dem Namen Dunkel ist plötzlich nicht mehr da. Die Erzählerin bricht aus reiner Neugier in ihre Wohnung ein, mal nachsehen, ob sich da ein Hinweis auf ihren Verbleib findet. Sie selbst lebt illegal in dem abbruchreifen Haus, Dunkel ist die letzte legale Mieterin. Wo war ich? Das ist nämlich ein tolles Buch. Vor allem, wenn man den Klappentext nicht gelesen hat. Sehr viel heruntergekommene Berlinstimmung um die Zeit des Mauerfalls, ohne dass der besonders thematisiert würde. Spannend zu lesen, dabei wird sehr ruhig erzählt, es spricht eine erstaunliche Gelassenheit aus der Erzählerin, zu der sie eigentlich keinen rechten Grund hat. Dicke Leseempfehlung, schon wieder! Inka Parei bekommt einen Regalplatz zwischen Orhan Pamuk und Dorothy Parker. ... Link Sonntag, 15. August 2010
Fit und Well (16): Osteopathie
isabo,
12:45
Neulich war ich mal überhaupt nicht fit und well, sondern hatte Rücken. An dem betreffenden Sonntag lag ich auf demselben, statt Kubb zu spielen, Montag war es ein kleines bisschen besser, aber noch überhaupt gar nicht gut, und so blieb es bis Mittwoch. Da ich am Donnerstag für vier Tage verreisen wollte, passte mir das gar nicht. Ich habe hin- und herüberlegt, ob ich die Reise absage, ob ich einen Koffer tragen kann, dass ich ihn jedenfalls sicher nicht ins Gepäcknetz heben kann, ob ich es mir antue, drei Tage auf Stühlen zu sitzen und Vorträge zu hören und zu workshoppen – und dann habe ich mir für Donnerstag Morgen kurzentschlossen einen Termin bei einer Osteopathin geben lassen. ... Link Samstag, 14. August 2010
Is a book
isabo,
13:16
Moritz Rinke: Der Mann, der durch das Jahrhundert fiel Der Roman beginnt so: Von der einst unübersichtlich großen Familie sind nicht mehr viele übrig; Paul lebt in Berlin und versucht erfolglos, eine Galerie zu etablieren, seine Mutter lebt auf Lanzarote, gibt dort Bewusstseinsseminare und schickt ihm ständig Salat mit der Post, damit er in der vitaminlosen Großstadt etwas Gesundes zu essen bekommt, und im riesigen alten Bauernhaus in Worpswede lebt nur noch Nullkück, der ein bisschen zurückgeblieben ist. Jetzt sackt das Haus ab, und Paul muss hin und sich darum kümmern, dass es neu gegründet wird. Wände einreißen, tief bohren, Beton reingießen. ... Link Freitag, 13. August 2010
Is a book
isabo,
10:15
André Brink (Inge Leipold): Kupidos Chronik Der Roman beginnt so: Es ist um 1760. Der Kümmerling Kupido Kakerlak wächst bei seiner Mutter, einer schwarzen Kontraktarbeiterin, auf dem Hof eines weißen Farmers in Südafrika heran. Eines Tages kommt ein fliegender Händler vorbei, dem er sich anschließt; er zieht einige Jahre mit ihm durchs Land und findet nach einem ausschweifenden Leben mit reichlich Frauen und Alkohol schließlich zum christlichen Glauben und schwört der Sünde ab. Kupido Kakerlak lernt in einer Missionsstation Lesen und Schreiben und wird der erste schwarze Missionar Südafrikas. Eine historische Figur, eine wahre Geschichte, wenn auch literarisch aufbereitet, im Nachwort heißt es: „Wiewohl der Roman in seiner vorliegenden Form fiktional ist, beruht er in den wesentlichen Grundzügen auf einer wahren Geschichte.“ Die übrigen (weißen) Missionare beispielsweise sind alle recht gut dokumentiert, Kupido selbst nicht ganz so gut, aber doch auch. Nur am Ende hat der Autor Kupidos tatsächliche Lebensgeschichte ein wenig abgeändert, aus, wie er schreibt „erzählerischen Gründen“, die ich allerdings nicht ganz nachvollziehen kann. Ich meine, man hätte gut bei der Wahrheit bleiben können, aber das mag Ansichtssache sein. André Brink bekommt einen Regalplatz zwischen Jean Anthèlme Brillat-Savarin und Charlotte Brontë. ... Link Donnerstag, 12. August 2010
Moon over Glen Prosen
isabo,
21:12
... Link
So.
isabo,
18:40
Da bin ich wieder. Das war in fünfeinhalb Jahren die längste nichtgebloggte Zeit. ... Link Mittwoch, 21. Juli 2010
Sorry, folks,
isabo,
21:39
hier ist mal eine Weile Schweigen. Ich hab kein Internet. Aechz. ... Link Freitag, 9. Juli 2010
Is a book
isabo,
14:39
Miriam Koch: Keentied oder Die Kunst, ins Glück zu fliegen Keentied kommt zu spät, er hat den Abflug seines Schwarms verpasst. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als es allein zu versuchen – das geht schief, er kommt nicht voran, dann gerät er auch noch in einen Sturm, und am Ende passiert genau das, was man erwartet. Die Geschichte ist, anders ausgedrückt, ein wenig schlicht. ... Link Mittwoch, 7. Juli 2010
Endlich erwachsen!
isabo,
15:59
Guckt mal! (Klick aufs Bild) Meine neue "offizielle" Seite, auf der ich mich beruflich präsentiere. Die Titel-Kolumnen sind jetzt dort, außerdem das erste Kolleginneninterview und ein-zwei Kleinigkeiten. Im Laufe der Zeit sollen Vorstellungen meiner Bücher mitsamt ein paar kleinen Textauszügen dazukommen - schaumermal, was das so alles wird. Am Layout wird sicher auch noch dies und das passieren. Ganz herzlichen Dank an die Familien Diedrich und Buddenbohm für dieses tolle Geburtstagsgeschenk! ... Link Montag, 5. Juli 2010
42
isabo,
00:52
Leben, Universum, Rest. ... Link Sonntag, 4. Juli 2010
Durchsage
isabo,
11:42
Beim Titel-Magazin hat es ein bisschen gerumpelt. Ein großer Teil der Redaktion ist zurückgetreten und einige Beitragsschreiber mit, unter anderem ich. Meine Kolumnen sind bereits offline. Es soll aber etwas Neues geben, hoffentlich schon bald. ... Link Freitag, 2. Juli 2010
Is a book
isabo,
09:03
Chris Killen (Henning Ahrens): Das Vogelzimmer Auf diesen kleinen Roman bin ich wegen einer hymnischen Rezension gestoßen. Die war so toll, dass ich sogar hier im Blog darauf hingewiesen habe, da schrieb nämlich Stefan Beuse im Titel-Magazin: Wenn das also alles ist, geht’s darum auch in Chris Killens wundervoll spleeniger, herzzerreißend neurotischer und abgrundtief trauriger, schräg-schöner Liebesgeschichte Das Vogelzimmer. Aber auf diesen gerade mal 170 Seiten stehen Sätze, die den Himmel aufreißen lassen, die einen schluchzen machen können vor Glück. Dieser Sprachkosmos ist durchweht von einem ganz eigenen Zauber, der einen so packt, dass die Liebesgeschichte auch auf „technischer“ Ebene funktioniert: Man kann sich als Leser ganz und gar in dieses Buch verknallen, und spätestens an dieser Stelle muss Henning Ahrens für seine Übersetzung gedankt werden, die so unglaublich gut ist, dass man froh ist, nicht den Originaltext daneben zu haben – einfach aus Angst, er könne nicht dieses magische Fluidum aufweisen, diesen sehr speziellen untergründigen Humor, diese Lebensklugheit und Größe. Erstens kann mich eine solche Übersetzerhuldigung natürlich sowieso schon dazu bringen, ein Buch zu lesen, zweitens kenne ich den Herrn Beuse und habe seine Empfehlungen bisher gern gelesen. Äh, Stefan? Was ist denn da passiert? Wo sind die Sätze mit dem magischen Fluidum, die den Himmel aufreißen lassen? Wo ist der Sprachkosmos? Ich sehe nur Sätze, die aus Subjekt, Prädikat, Objekt bestehen und nichts weiter. Fast ausschließlich solche Sätze, 170 Seiten lang, das erträgt doch kein Mensch. Der Roman beginnt so: Der Künstler Will (der mit den Vögeln) lernt also Alice kennen, und „ich“, Alices Freund, ist eifersüchtig. „Ich“ heißt zufällig ebenfalls Will. Und dann gibt es noch Helen, die früher Clair hieß. Alles klar? Ich-Will und Alice gehören zusammen, Künstler-Will und Helen gehören noch lange nicht zusammen, aber das soll noch werden, oder auch nicht. Erstmal lernen Künstler-Will und Alice sich kennen und Ich-Will platzt vor Eifersucht. Und am Ende gibt es, wie der Klappentext verspricht, eine überraschende Wendung, die genau die ist, mit der man die ganze Zeit rechnet, die aber trotzdem irgendwie wirr und nicht wirklich verständlich ist. Es sind ein paar schöne Ideen drin, ja. Aber mir sind die Figuren alle zu krank. Ich will nichts über Paranoiker lesen, das ist mir irgendwie zu simpel, es ist so überzeichnet, dass ich die Figuren nicht ernst nehmen kann. Vor allem dann, wenn nicht eine, sondern sämtliche Figuren Psychopathen sind und niemand auch nur ansatzweise "normal". Wer ein wirklich tolles Buch über rasende Eifersucht lesen möchte, dem empfehle ich Der Ursprung der Welt von Jorge Edwards. Das ist große Eifersuchtskunst. (Und außerdem eins der schönsten Buchcover aller Zeiten.) Beuse beginnt seine Rezension mit einem Hinweis auf das in der Tat schnarchlangweilige Buch „Dshamilja“ von Tschingis Aitmatov, von dem Luis Aragon (und seither jeder Vermarkter) behauptet: „Ich schwöre, das ist die schönste Liebesgeschichte der Welt“. Und er schließt mit dem Satz: ... Link Donnerstag, 1. Juli 2010
Is a book
isabo,
17:04
Rodolphe Töpffer: Die Abenteuer des Herrn Cryptogam Rodolphe Töpffer lebte von 1799-1846, war Schriftsteller und Zeichner und zu seiner Zeit sehr beliebt. Ich hatte noch nie von ihm gehört. Dieser – wie nennt man das? sagen wir: diese Bildergeschichte beginnt so. Herr Cryptogam ist 37 Jahre alt und ein begeisterter Naturfreund. Wenn er einen Schmetterling fängt, spießt er ihn mit einer Nadel an seinen Hut. Abends nimmt er ihn herunter und ordnet ihn in seine Sammlung ein. Sodann begibt er sich ins Bett. Er träumt genießerisch von Gegenden, die mit aufgespießten Schmetterlingen gepflastert sind. Der Auserwählte ihres Herzens ist natürlich Herr Cryptogam, und der ist zwar irgendwie mit Elvira verlobt, interessiert sich aber leider überhaupt nicht für sie und versucht dauernd, vor ihr davonzulaufen. Nach Marseille, dann auf ein Schiff, auf dem sie auch auftaucht, dann wird das Schiff von Seeräubern gekapert, es passiert der hanebüchenste Unfug, zwischendurch landet Herr Cryptogam sogar … aber das erzähle ich nicht. Es ist jedenfalls alles sehr grotesk, im besten Sinne des Wortes. Und immer wieder erwischt Elvira ihn doch, mal zufällig, mal absichtlich, und Herr Cryptogam will immer nur weg, kann ihr das aber nicht sagen, sondern schwört ihr dann doch wieder seine Liebe. Zu jedem Satz gibt es ein Bild, das sehr an Wilhelm Busch erinnert, und es ist wirklich, wirklich lustig. 200 Seiten, die hat man in einer halben Stunde durch und hat dabei sehr gelacht.
Kostet leider 29,80 €, aber dafür bekommt man auch 200 in Leinen gebundene Bilder mit herrlichem Text drunter. Ich weiß noch nicht, ob Töpffer ins nach Größe oder sowas sortierte Comicregal kommt oder zwischen Willem van Toorn und Friedrich Torberg. ... Link Mittwoch, 30. Juni 2010
Helgoland. Eine kleine Abhandlung.
isabo,
19:16
Scheiß doch auf die Seemannsromantik! Mitten in der Nordsee, auf Helgoland nämlich, ist auch niemand gern allein. Helgoland hatte im Laufe seiner Geschichte immer ungefähr 2500 Einwohner. Im Krieg wurde die Insel zerstört, so richtig, kein Stein blieb auf dem anderen, kein Bewohner auf der Insel. Die Engländer versuchten nach dem Krieg erst, die ganze Insel zu sprengen, was nicht gelang (zum Glück – war ja auch eine saublöde Idee), dann diente sie ihnen als Übungsgelände für Bombenabwürfe.
Als geschlossenes Ensemble in diesem Stil ist es einzigartig, jemand nannte es die „Blaue Mauritius der jungen bundesrepublikanischen Architektur“. Jemand anders, nämlich ein Mitreisender bei der letzten Reise, konnte gar nicht mehr aufhören zu betonen, wie scheußlich er das alles finde. Das betraf allerdings nicht nur die Architektur, sondern auch die Spießigkeit, die Gardinen in den Fenstern und die Kunstblumen und die „Zimmer frei“-Schilder, über die er sich gar nicht mehr beruhigen wollte. Ganz fürchterlich sei das doch!
Der Entwurf sieht vor, das Mittelland mit einem einzigen großen Wohn- und Geschäftskomplex zu bebauen, der fast so hoch werden soll wie das Oberland. Dieser Komplex soll sich an der Küste entlangziehen bis zur Südspitze und auf der anderen Seite wieder zurück, etwa bumerangförmig. In der Mitte soll ein großer Park entstehen, die Außenmauern sollen dasselbe Rot erhalten wie der rote Felsen Helgolands, sodass die Bebauung sich in die natürlichen Gegebenheiten einfügt. Das sind alles Ideen, Entwürfe, Visionen. Nichts Konkretes, es wird nicht ab übermorgen gebaut. (Ach so, doch, ein neues Dünenrestaurant, aber das ist noch ein anderes Thema.) Mein Kopf sieht das alles ein: dass mehr Leute auf die Insel müssen, die mehr Platz brauchen, und dass dafür etwas Großes passieren muss. Aber emotional ist mir das alles zu groß. Ich finde es schön, mit einem kleinen Boot auf die Düne überzusetzen und wieder zurück. Ich finde es schön, dass doch vergleichsweise große Teile der Insel unbebaut sind. Beide Projekte würden das Gesicht Helgolands enorm verändern. Ich will das nicht, ich mag das nicht, meinetwegen soll Helgoland so puppenstubig bleiben, wie es ist. Aber ich selbst würde auch nicht in einer Puppenstube leben wollen, ich würde nicht auf 20 Quadratmetern auf einer 1000-Seelen-Insel leben wollen. Aber. Ein Schritt nur, vor uns ist die See, dahinter liegt New York. ... Link Dienstag, 29. Juni 2010
Leseempfehlungen
isabo,
18:06
... Link
Coleslaw
isabo,
14:46
Ein halber Kopf Weißkohl Für das Dressing: Kohl und Möhren in der Küchenmaschine schreddern. (Man kann auch noch einen Apfel dazugeben.) (Anmerkung: Im Rezept steht ein kleiner Kopf Weißkohl und die halbe Menge Dressing. Ich hatte einen halben großen Kopf und das Dressing war viel zu wenig. Beim nächsten Mal habe ich die doppelte Menge Dressing gemacht, wie hier angegeben, das war viel, aber nicht zu viel.) ... Link Montag, 28. Juni 2010
Heute Abend
isabo,
18:24
… um 19.30 Uhr berichtet das Hamburg-Journal im NDR-Fernsehen über Maximilian Buddenbohm. Er hat hier und hier über die Dreharbeiten berichtet. Müsst Ihr natürlich alle gucken, ich kann nicht, ich geh steppen. ... Link
Interview mit Ursula Gräfe
isabo,
07:33
Nach Katys wundervollem Interview mit Shelley Frisch dachte ich gleich, sowas könnte doch hier auch interessant sein. Ein paar Leser schrieben sofort jaja, bitte, und hier ist es nun: das erste Kollegen-Interview. Ich habe Ursula Gräfe einige Fragen gemailt, und sie war so nett, sie zu beantworten. Ursula Gräfe wurde 1956 in Frankfurt am Main geboren und studierte dort Japanologie, Anglistik und Amerikanistik. Seit 1988 arbeitet sie als Literaturübersetzerin. Ihr zweites Interessengebiet neben Japan ist Indien. Ins Deutsche übertragen hat sie u. a. Haruki Murakami, Yasushi Inoue, Hiromi Kawakami, R. K. Narayan und O. V. Vijayan. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.
Was hat Dich nach Japan getrieben, wie bist Du darauf gekommen, Japanologie zu studieren und Übersetzerin zu werden? Eigentlich war das Glückssache, ich wollte – neben Anglistik und Amerikanistik – eine östliche Philologie studieren, ich glaube, um wenigstens drei Erdteile voll zu machen. Indologie gab es nicht und bei Sinologie hatte es mir nicht so gefallen. Ein bisschen Fernweh war auch dabei. Von Japan hatte ich nur eine äußerst vage Vorstellung, ganz zu schweigen von Japanisch. Als ich vor fast zehn Jahren zum letzten Mal versucht habe, etwas aus dem Japanischen zu übersetzen, gab es kaum Fachwörterbücher, oder nur Japanisch-Englisch. Man musste also vieles „um die Ecke“ nachschlagen. Es ist ein sehr umfangreiches Großes japanisch-deutsches Wörterbuch (Hg. Irmela Hijiya-Kirschnereit) in Arbeit, Bd. A-I ist erschienen. Ich persönlich arbeite sehr gern mit dem NJStar Wordprocessor, das Programm ist auf meinem Laptop, und mit dem Internet-Wörterbuch www.wadoku.de (unschlagbar, größter Dank den Herausgebern). Mit NJStar kann man sehr schnell nachschlagen, auch Kanji nach einem Ratz-Fatz-Radikalsystem, ohne Zählen. Als Riesenerleichterung, abgesehen vom Vergnügen, empfinde ich die Möglichkeit, Bilder zu bestimmten Suchbegriffen zu googeln. Man weiß es ja: Einmal sehen ist besser als hundert Mal hören oder lesen in unserem Fall. Du arbeitest viel im Team, übersetzt zusammen mit Kimiko Nakayama-Ziegler. Ist Deutsch oder Japanisch ihre Muttersprache? Wie läuft diese Zusammenarbeit ab? Kimikos Muttersprache ist Japanisch, aber sie lebt schon sehr lange in Deutschland, hat auch Germanistik studiert. Wir kennen uns noch von der Uni. Ich habe unglaublich viel von ihr gelernt – sie ist ein äußerst kultivierter Mensch und richtig umfassend gebildet. Früher saßen wir immer am Küchentisch und haben Satz für Satz vorgelesen und gemeinsam übersetzt. In der letzten Zeit haben wir immer mehr geteilt, das alte System war zwar fruchtbar, ist aber inzwischen zu aufwändig. Die japanische Kultur ist von unserer ja recht weit entfernt. Wie gehst Du mit Realien um, die hier nicht bekannt sind, oder mit Anspielungen, die Japanern etwas sagen, aber uns nicht? Wie oft und nach welchen Kriterien fügst Du unauffällige Erklärungen in den Text ein? Hast du Faustregeln für die Gratwanderung zwischen „Fremdheit stehenlassen“ einerseits und „den Text zum Leser bringen“ andererseits? Tatsächlich bemühe ich mich, möglichst wenig Fremdheit stehen zu lassen, denn es bleiben sowieso noch immer genug „komische“ Sachen stehen. Gerade bekam ich einen sehr stark wegen solcher „Fremdheit“ redigierten Text von einer Lektorin zurück – sie hat dieses Wort benutzt. Ich fand den betreffenden Autor Taichi Yamada – obwohl Drehbuchautor – auch wirklich sehr schwer. Vielleicht liegt es an seinem Alter (Jahrgang 1934) oder den Sujets (realistische, aber mit Okkultem durchsetzte Handlung). Ohne Kimiko hätte ich manches gar nicht verstanden. Du kennst das sicher auch: Eine Figur sagt „Ah, sore wa ...“ (Ah, das ist ...), und im Kontext heißt das dann „wie traurig, dass Sie keinen Vater haben“ oder so was. Außerdem ist die Grenze zwischen dem, was real und dem was illusionär sein soll, schwer zu ziehen. Alles hochgradig suggestiv. Bekanntlich werden Übersetzer schlecht bezahlt, und Japan ist ein teures Land und weit weg. Wie machst Du es, den Kontakt zur japanischen Sprache nicht zu verlieren? Vor Kurzem habe ich das japanische Hörbuch für mich entdeckt, zwar boomen Hörbücher in Japan nicht so wie hier, aber für mich genügen die, die es gibt, für dieses und mehrere nächste Leben. Im Augenblick reise ich (aus familiären Gründen) nicht nach Japan oder in mein Lieblingsland Indien, aber durchs Übersetzen, Internet und den Kontakt zu Freunden geht das schon. Bis vor zweieinhalb Jahren konnte ich noch sehr viel und oft Monate lang verreisen. Im Moment arbeitest du an der Übersetzung einer Trilogie von Murakami Haruki mit dem Titel 1Q84. Was bedeutet dieser Titel, worum geht es in dem Buch? Was ist das Besondere an der Übersetzung? Die japanische Ausgabe von Murakamis 1Q84 – die Aussprache (ichikyuhachiyon) ist im Japanischen die gleiche wie bei 1984 – umfasst drei Bände, die insgesamt etwas über 1500 Seiten haben. Die deutsche Übersetzung (in Worten „Ku-zehnhundertvierundachtzig“) der ersten beiden Bände erscheint im Oktober bei DuMont und zwar in einem dicken Band. Die Geschichte spielt 1984 (bezieht sich auch auf Orwell, Stichwort Gedankenkontrolle). Die beiden Hauptfiguren – Aomame, die im Auftrag einer reichen alten Dame wüste Vergewaltiger ermordet, und Tengo, ein junger Mathematiklehrer ohne Festanstellung, aber mit schriftstellerischen Ambitionen – verbindet eine außergewöhnliche Seelenverwandtschaft. Obwohl die beiden sich zuletzt als Zehnjährige begegnet sind, verzehren sie sich auch als Dreißigjährige noch nacheinander. Ihre Aufgabe ist es also, zueinander zu finden und der unheimlichen Welt von 1Q84 zu entkommen, in die sie irgendwie geraten sind (und in der natürlich viele Hindernisse und Gefahren lauern: ein übermenschmäßiger Sektenführer, der Kinder vergewaltigt und den Aomame töten soll, seltsame „Little People“, die aus dem Maul einer toten Ziege in die Welt krabbeln, um dort an geheimnisvollen Kokons aus Luftfäden zu spinnen, und zwei Monde, die über allem stehen.) Mehr verrate ich nicht. Welches ist von all Deinen Übersetzungen Dein Lieblingsbuch? Immer das, an dem ich gerade übersetze ... Vielen Dank für das Gespräch, Ursula! Wer mehr über die Besonderheiten des Übersetzens aus dem Japanischen wissen möchte, findet hier noch einen hochinteressanten Artikel von Ursula Gräfe. ... Link Sonntag, 27. Juni 2010
Pressereise. Hochmut kommt vor dem Fall.
isabo,
10:17
Ich war mal wieder auf einer ethisch bedenklichen Reise, wie letztes Jahr auch schon. Damals waren drei Blogger mit, Maximilian, Henrike und ich. Die mitreisenden Journalisten, hatten wir das Gefühl, schauten ein bisschen auf uns herab. Tatsächlich waren wir an all den Informationen, die uns präsentiert wurden, nur so halb interessiert, wir hörten nicht immer aufmerksam zu und schrieben schon gar nicht mit, sondern genossen die Insel, die Sonne und das Meer. Wir sind Blogger, wir haben nicht die Verpflichtung, unseren Lesern hinterher möglichst viele sachliche Informationen zu bieten, und wir haben keinen Chef, dem wir demonstrieren müssen, dass wir wirklich gearbeitet haben. Schlimmer noch: insgeheim kicherten wir sogar über die streberhaften Mitschreiber und Fragensteller. Etwas später war ich privat noch einmal auf Helgoland und habe einen weiteren Inselsehnsuchtstext geschrieben. Diesen beiden habe ich nicht viel Neues hinzuzufügen; es war wieder herrlichstes Wetter, blauer Himmel, Sonnenschein und das Meer, da bin ich ja sowieso schon glücklich. Die Trottellummen und Basstölpel waren da, Robben haben wir kaum gesehen, sie waren alle im Wasser. Als ich (diesmal allerdings eher bewundernd) zu einer Journalistin sagte, sie sei ja so fleißig, dass sie immer alles mitschreibe, da fragte sie, worüber ich denn hinterher schreiben würde: weiß ich noch nicht, sagte ich. Letztes Mal habe ich über den Wind geschrieben.
Und wie ich jetzt wieder so an meinem Schreibtisch sitze und darüber nachdenke, stelle ich fest: Diesmal wird alles anders. Diesmal will ich tatsächlich über den eigentlichen Anlass der Reise schreiben, nämlich ein neues Hotel, denn das hat mich beeindruckt. Ich habe keine Fotos gemacht, nicht mitgeschrieben und zu wenig Fragen gestellt, ich blöde Kuh, ich habe wieder nur mein Gesicht in die Sonne gehalten und gedacht, mir würde schon was einfallen. Und nun steh ich da, mit meinem kurzen Hemd. Der offizielle Eintrag folgt. Irgendwann. ... Link Donnerstag, 24. Juni 2010
Basstölpel
isabo,
18:22
... Link Dienstag, 22. Juni 2010
Mit anderen Worten: Wolfenbüttel
isabo,
22:14
"Der durchschnittliche Übersetzer sitzt 362 Tage im Jahr allein zu Hause an seinem Schreibtisch. Die restlichen drei Tage des Jahres verbringt er in Wolfenbüttel, einer beschaulichen Kleinstadt in Niedersachsen." Meine Kolumne ist diesmal gar keine Kolumne, sondern ein Bericht über die Jahrestagung des Übersetzerverbands in Wolfenbüttel, die vorletztes Wochenende stattfand. Bitte aufs Logo klicken. PS: Katy Derbyshire hat ebenfalls über die Tagung berichtet, und Ebba Drolshagen hat Fotos gemacht. ... Link Montag, 21. Juni 2010
Bin mal kurz weg.
isabo,
07:27
... Link Freitag, 18. Juni 2010
R.I.P.
isabo,
14:50
„Der Autor schafft mit seiner Sprache nationale Literatur. Weltliteratur wird von Übersetzern gemacht.“ José Saramago. ... Link
Gimme hope, Joachim!
isabo,
13:55
(via Moni) ... Link
Yeah.
isabo,
09:05
Wer sich mehr Fußballfeeling im Isablog wünscht, kann einfach hier weiterlesen. ... Link Donnerstag, 17. Juni 2010
Fundstück
isabo,
19:48
Ein Dichter aus Peine (Kursiert in verschiedenen Versionen. Beitrag für den VHMLH.) Man sollte wieder mehr dichten. ... Link
Klappe! Film übersetzen
isabo,
17:05
Nicht wahr, Ihr denkt dran, dass morgen die Veranstaltung zum Thema Film übersetzen ist? Mit Filmausschnitten und Gespräch mit den Kollegen Brigitte Große, Andrea Kirchhartz und Georg Felix Harsch. Im B-Movie in der Brigittenstraße. Mehr Info: Klick aufs Logo. ... Link Mittwoch, 16. Juni 2010
Fit und Well (15): Punk
isabo,
19:11
Wissen, Halbwissen und Vorurteile über Punker:
Was ich über Punker nicht wusste:
Der Unterschied zur Klassenfahrt: Napalm Death ist krawalliger als Duran Duran, das Tischtennisspiel hingegen ist sehr viel entspannter und freundlicher. Und als es auf Klassenfahrten nach Kräutern roch, spielten wir nicht mehr Tischtennis.
Bilder: Lady Grey ... Link Montag, 14. Juni 2010
Mit anderen Worten: Der Übersetzer. Im Jardin des Traducteurs
isabo,
15:59
"Normalerweise werden Texte von einer Sprache in die andere übersetzt, aber es geht auch anders: ISABEL BOGDAN mit einer deutsch-deutschen Übersetzung eines Rilke-Klassikers." Meine neue Kolumne ist da, und sie ist ein Gedicht. Bitte aufs Logo klicken. ... Link Sonntag, 13. Juni 2010
Aufgeschnappt
isabo,
21:50
... Link Mittwoch, 9. Juni 2010
Note to myself:
isabo,
20:01
Obst (Erdbeer, Orange, Zitrone, Sonstiges), Gurke, Minze, Eiswürfel, Pimm's (1/3), Ginger Ale (2/3). (Danke, Kaltmamsell!) ... Link
Fußballvorbereitung
isabo,
14:16
Der schönste Online-WM-Planer mit allen Spielen, Terminen, Teilnehmerländern, Stadien und allem Pipapo ist hier (oben links auf "Full Screen" gehen, dann mit der Maus über Länder, Termine etc gehen). Einen sehr hübschen, ganz kleinen Spielplan zum Ausdrucken und Überallhinmitnehmen gibts hier. Mitten im Spiel den Spielstand vergessen? Kann jetzt nicht mehr passieren: Count Bear mit Mood Indicator zum Ausdrucken und Selberbasteln. Von Claus Ast. (Alles mehr oder weniger via Anke) ... Link Dienstag, 8. Juni 2010
Fit und Well (14): Kubb
isabo,
09:00
Kubb ist ein Hölzken-und-Stöcksken-Spiel, genauergesagt: man braucht für Kubb sechs Stöckchen, zehn Klötzchen und einen Klotz. Der Klotz ist der König, die Klötzchen seine Krieger und die Stöckchen die Waffen, jedenfalls muss man mit den Stöckchen die Klötzchen umwerfen, aber nicht den Klotz, beziehungsweise den erst als letzten. Wie revoluzzerhaft es ist, den König unter allen Umständen erst als allerletzten zu fällen, soll hier nicht weiter diskutiert werden. Auch sonst wirkt das Spiel nicht besonders martialisch, man wirft halt mit Stöckchen Klötzchen um.
Gespielt wird mit zwei gleichgroßen Mannschaften, die einander an zwei Seiten eines rechteckigen Spielfelds gegenüberstehen. An den Grundlinien stehen je fünf Klötzchen, dahinter die Mannschaft. Der König steht in der Mitte. Wenn ein Klötzchen umfällt, ist das mit gebührend Jubel zu feiern. Wenn kein Klötzchen umfällt, ist das von der gegnerischen Mannschaft mit gebührend Häme zu überschütten. Das wären wohl erstmal die wichtigsten Regeln.
Dass die Mannschaften gleich groß sein sollen, trifft sich gut, denn wir sind zu siebt. Einer kann nicht mitspielen, und das bin ich, ich hab Rücken. Immerhin habe ich im allerletzten Moment beschlossen, trotzdem hinzugehen, aber ich kann nur einigermaßen gehen, stehen geht auch, und liegen. Sitzen geht auf keinen Fall, werfen versuche ich lieber gar nicht erst. Keine unnötigen und ungewohnten Bewegungen. Für alle anderen ist das auch besser so, denn ich bin sowieso werfgestört, mit mir zusammen hätten sie nur verloren.
Nächstes Mal, Leute. Da zeige ich Euch, wie man Klötzchen umwirft! Ihr werdet schon sehen. ... Link Montag, 7. Juni 2010
Leseempfehlung
isabo,
18:35
Ein Interview von Katy Derbyshire mit Shelley Frisch, die für ihre Übersetzung des Sachbuchs „Fromms“ von Götz Aly und Michael Sontheimer ins Englische eine Goldmedaille bei den Independent Publishers' Book Awards gewonnen hat: Thanks, Shelley, this is brillant. [Warum bin ich selbst eigentlich nie auf die Idee gekommen, hier Interviews mit Kollegen zu führen? Bin ich doof? Da könnten doch wirklich interessante Sachen bei rauskommen.] ... Link
Happy Birthday, Tiger!
isabo,
11:27
(Delilah war am Tag meiner Geburt auf Platz eins der Hitparade.) ... Link
Flattr
isabo,
09:33
Flattr ist das neue große Ding im Internet und eine ziemlich gute Idee, finde ich. Es wurde ja immer mal wieder darüber nachgedacht, ob und wie man sich als Blogleser dafür bedanken kann, dass Blogschreiber einem täglich Unterhaltung, Informationen oder sonst was bieten (das gilt natürlich ebenso für Fotografen, Musiker und so weiter – jeden, der Content ins Netz stellt und nichts dafür bekommt). Viele Blogger haben einen Link zu ihrem Amazon-Wunschzettel, damit Leser, wenn sie möchten, sich mit einem Geschenk bedanken können. Das passiert mir ungefähr dreimal im Jahr, und ich bin jedes Mal total gerührt und freue mich wie Bolle. Flattr selbst erklärt das mit einem kleinen Filmchen: Wer noch mehr darüber lesen will, kann das hier tun: ... Link Sonntag, 6. Juni 2010
Is a book: Unzufrieden
isabo,
21:34
Tim Krohn: Ans Meer. Der Roman beginnt so: Während Anna darauf wartete, dass die Gynäkologin ins Behandlungszimmer zurückkam, schloss sie für einen Augenblick die Augen. Ja, im Ernst. Gynäkologin! Augenblick die Augen! Nein, das ist kein Groschenheft, sondern ein sehr schönes Hardcover aus dem Verlag Galiani, und Katy hat es wärmstens empfohlen, sonst hätte ich es schon nach dem ersten Satz weggelegt. Aber dann kommt ein unausgegorener, schlecht recherchierter Quark über unerfüllten Kinderwunsch, unplausible Handlungen und unplausible Stimmungsumschwünge. Im zweiten Kapitel wechselt die Perspektive, wir folgen jetzt einem Zehnjährigen, der Schwierigkeiten mit seiner chaotischen Mutter hat, und der lauter unplausible Dinge denkt und tut. Und über allem liegt der Schleier eines längst vergangenen Unglücks oder eines längst vergangenen wasweißich, ich will es, ehrlich gesagt, gar nicht wissen und stelle das Buch nach 73 Seiten zurück ins Regal zwischen László Krasznahorkai und Mareike Krügel. Und lese lieber Joyce Carol Oates (Silvia Morawetz): Niagara Diese Empfehlung kam von meiner Lieblingsbuchhändlerin. Es sei so unfassbar spannend, sie habe bis sechs Uhr abends im Schlafanzug auf dem Balkon gesessen. Der Roman beginnt so: Die zu der Zeit nicht namentlich bekannte Person, die sich in die Hufeisenfälle stürzen sollte, erschien gegen 6.15 Uhr morgens bei dem Brückenwärter an der Hängebrücke zur Ziegeninsel. Es war an diesem Tag der erste Fußgänger. Da stürzt sich also einer die Niagarafälle runter, und wir erfahren auch bald, warum: weil seine Hochzeitsnacht so grauenvoll war. Weil er und seine Braut so verklemmt und presbyterianisch sind. Die Braut kann nicht glauben, dass er das getan hat, und hält an den Fällen Wache, bis die Leiche nach sieben Tagen (und sieben Nächten! Wer hätte das gedacht!) endlich gefunden wird. Bis dahin sind wir auf Seite 120, wenn wir noch nicht eingeschlafen sind, und haben gefühlte achthundert Mal erfahren, dass die Frau rote Haare hat. Meine Güte, Joyce Carol Oates ist doch nicht irgendwer, ich dachte, man könnte mal was von ihr lesen. Ab ins Regal damit, zwischen Akiyuki Nozaka und Kenzaburo Oe. Keine Ahnung, warum ich gerade so ungnädig bin, liegt es an mir oder an den Büchern? Ich möchte lieber wieder was lesen, was mich so richtig begeistert, wie Bennett, Rammstedt, Bakker, hat jemand Vorschläge? ... Link Samstag, 5. Juni 2010
Ausflug
isabo,
23:31
... Link Freitag, 4. Juni 2010
Mehr Freude beim Kochen
isabo,
20:51
... Link
Klappe! Film übersetzen
isabo,
09:18
Hamburg | 18. Juni 2010 | 20 Uhr Mit Brigitte Große, Georg Felix Harsch und Andrea Kirchhartz Ort: B-Movie „Ich schau dir in die Augen, Kleines!" Das vielleicht berühmteste Zitat der Filmgeschichte lautet im Original ganz anders, nämlich: „Here's looking at you, kid." Darf die Übersetzung besser sein als das Original? Ist Synchronisation Verrat? Was zählt eigentlich noch zur Filmübersetzung? Untertitel, Voice-over, Drehbuchübertragung ... Und was machen Filmübersetzer? Liefern sie nur den Rohstoff, oder feilen sie mit am Gesamtkunstwerk Film? Brigitte Große, Georg Felix Harsch und Andrea Kirchhartz bringen Licht ins Dunkel des Kinosaals. Anhand von Werkstattberichten und Filmausschnitten illustrieren sie, was geschieht, wenn Bilder bleiben, aber die Sprache wechselt - vom Spielfilm bis zur Dokumentation. Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Behörde für Kultur, Sport und Medien der Stadt Hamburg. Mehr zu den Akteuren und Projekten Brigitte Große hat Philosophie und Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie studiert und übersetzte bisher ausschließlich Bücher und Aufsätze aus dem Französischen (u.a. von Frédéric Beigbeder, François Bégaudeau, Georges-Arthur Goldschmidt, Amélie Nothomb, Eric-Emmanuel Schmitt, Paul Valéry, Jean Baudrillard, Roland Topor). Der Film "Berlin Cabaret" von Fabienne Rousso-Lenoir, der am 9. Mai 2010 in Hamburg uraufgeführt und am Pfingstmontag, dem 24. Mai, auf ARTE ausgestrahlt wurde, ist eine fast symphonische Komposition aus Tausenden Bild- und Tonschnipseln, die die Regisseurin nach zweijähriger Recherche im Deutschen Filmarchiv in Berlin aus deutschen Spiel- und Dokumentarfilmen der Zwischenkriegszeit kunstvoll montiert hat. Darüber liegt ein poetischer, mit Zitaten zeitgenössischer Autoren durchwirkter Text, der von Ulrich Tukur gesprochen wird. Nicht nur hat Brigitte Große diesen Text übersetzt, sie hat das gesamte Projekt in all seinen Entstehungsphasen begleitet, von der Textauswahl bis zu Rechteverhandlungen, und hat erfahren, wie sehr Film mit seinen spezifischen Anforderungen Übersetzung beeinflusst. Georg Felix Harsch ist zweisprachig aufgewachsen und hat in Freiburg und Hamburg Anglistik, Germanistik und Volkskunde studiert. Er hat als Schlussredakteur, Kulturjournalist und Programmmacher beim Hamburger Kurzfilmfestival gearbeitet. Seit zehn Jahren übersetzt er Filme, Ausstellungstexte und Sachbücher aus dem Englischen und ins Englische. Wie auch Andrea Kirchhartz gehört er zum Team der Hamburger Filmübersetzungsfirma subs, auf deren Webseite Sie u. a. erfahren können, weshalb die Firma 2006 für die Untertitelung verschiedener Filme preisgekrönt wurde. Georg Felix Harsch übersetzt auch für die KZ-Gedenkstätten Bergen-Belsen, Neuengamme und Ravensbrück. Am 18. Juni stellt er die Videostationen aus der neuen Dauerausstellung der Gedenkstätte Bergen-Belsen vor, an denen Überlebende von Verfolgung, von ihrem Leben vor und nach der KZ-Haft berichten. Das Thema, die Ausstellungskonzeption und die Vielsprachigkeit der biographischen Erzählungen stellten Filmemacher und Übersetzer vor ungewöhnliche Aufgaben, die mit ebenso ungewöhnlichen Mitteln gelöst wurden. Andrea Kirchhartz hat Germanistik, Theater-, Film- u. Fernsehwissenschaften in Köln und Paris studiert und arbeitet nach langjähriger Tätigkeit in diversen Filmberufen seit zwölf Jahren als Filmübersetzerin für Untertitel, Voice-over und Synchron. Außerdem führt sie Regie bei Sprachaufnahmen, übersetzt Drehbücher, filmwissenschaftliche Aufsätze und Sachbücher und dolmetscht auf Symposien und Kongressen sowie bei Dreharbeiten. Alain Resnais' poetischer Spielfilm "Cœurs" (2006) ist eine bittersüße Liebeskomödie über eine Handvoll einsamer Menschen, deren Schicksale sich bei einer Wohnungssuche kreuzen. Anhand von Ausschnitten wird Andrea Kirchhartz die Übersetzungswege veranschaulichen, auf denen sich Filmdialoge in Untertitel verwandeln. ... Link Donnerstag, 3. Juni 2010
Fit und Well (13): Schwarzlichtviertel
isabo,
11:11
Mit Schwarzlicht beleuchtetes Indoor-Minigolf ist eine so bescheuerte Idee, dass ich da selbstverständlich hinmusste. Zumal sowieso das alljährliche Blogger-Minigolfen um den begehrten Wanderpokal anstand. Der Pokal ist etwas ganz Besonderes und zu Recht begehrt, wir sagen aber nicht, worum es sich handelt, denn sonst wollt Ihr demnächst alle mit, und das geht ja nicht. Ohnehin ist dieser Pokal eine Sache, die gewöhnlich zwischen dem lustigen Mann und Kid37 ausgefochten wird, und letzterer hat diesmal unter fadenscheinigen Vorwänden geschwänzt. Womit der diesjährige Sieger auch schon gleich ausgeplaudert wäre. Wir waren zu fünft und pünktlich. Pünktlich ist wichtig, man muss sich nämlich vorher anmelden und bekommt einen Termin mit genauer Uhrzeit, und die Uhrzeit ist nicht etwa eine lose Anregung wie „viertel nach zwei“, nein, die Uhrzeit, zu der wir unseren Minigolftermin hatten, lautete 14:18 Uhr. Ja, das meinen die ernst.
Alsdann tritt man durch eine Art Stargate über einen kleinen Strand (eine Bahn, der Ball muss in eine Schatzkiste) in den Dschungel. Grellbunte Papageien, Spinnen, Dinosaurier, Vulkane. Was im Dschungel halt so ist. Übrigens liege ich mit noch jemandem zusammen in Führung. Aber Dinge ändern sich, und Minigolf ist Minigolf. Wobei die Bahnen hier teilweise wirklich speziell sind.
Es geht aus dem Dschungel in den Tunnel, eine runde Röhre, die man auf einer leicht geneigten Brücke durchquert, und an den Wänden bewegen sich bunte Längsstreifen im Kreis um einen herum. Wenn man auf der Brücke stehenbleibt, bekommt man schnell das Gefühl, dass die Streifen sich nicht bewegen, sondern stillstehen, während man selbst sich unablässig dreht. Sehr sonderbar, und es dauert danach eine Weile, bis ich das leichte Schwindelgefühl wieder los bin. Wir betreten als letztes eine Fabrik oder so was, in der die Designer dann vollends kindisch geworden sind. Das ist aber nicht der Grund, warum ich in rasanter Geschwindigkeit plötzlich hinten liege und schließlich spektakulär verliere, denn ich habe ja gar nichts gegen solche Kindereien. Der Grund ist eher
Und während wir drinnen im Schwarzlicht kleine Neonbälle in Löcher schubsten, war draußen herrliches Wetter. Dort vor der Tür haben wir dann noch anderthalb Stunden mit selbstgebackenem Möhrenkuchen in der Sonne gesessen, auf einer Treppe zwischen Subway, einem Fitnessstudio, Deichmann und Rewe. Das war sehr gemütlich und nett, da an der großen Straße, mit dem Kuchen. (Fotos: von oben nach unten durchnummeriert, stammt Bild 4 von Lady Grey, Bilder 8-10 von AxelK. Der Rest ist von mir.) ... Link Montag, 31. Mai 2010
Vorschlag
isabo,
18:34
Nachdem der Bundeshorst sich soeben selbst zum Vollhorst befördert hat, schlage ich Frau Käßmann für das Amt des Bundespräsidenten vor. Der Vollhorst moderiert den Grand Prix und Uschi Blum singt. Wobei. Dann haben wir Ballack noch nicht untergebracht. Also muss vielleicht doch Ballack den Grand Prix moderieren, der ist auch ein bisschen weniger umständlich als der Vollhorst, und der Vollhorst wird Oberbischof, dann kann die Käßmann vielleicht singen, Lena wird Mannschaftskapitän und Hape Kerkeling Bundespräsident. Das Ölleck verschließen wir mit Koch und Rüttgers, dann dürften doch die meisten Probleme gelöst sein. ... Link
Mit anderen Worten: Das Böse™
isabo,
13:19
"Wahrscheinlich gibt es so viele Übersetzungsansätze wie Übersetzer. Jeder hat seine eigenen Theorien, Vorlieben und Vorgehensweisen; viele – Übersetzer, Lektoren, Kritiker, Leser – haben sogar eigene Wahrheiten, die sie für die allein gültigen halten. Die Wahrheiten des einen müssen aber nicht die Wahrheiten des anderen sein. Nur bei einem Thema sind sich scheinbar alle einig: wir alle wissen, was Das Böse™ ist, das Schlimme, das no-go, was überhaupt niemals nicht geht. Und wenn es uns doch einmal passiert, versehentlich, schämen wir uns in Grund und Boden, und zwar, findet die versammelte Gemeinde, zu Recht. Das Böse™ sind (man stelle sich hier einen langsamen, unheilverkündenden Basslauf vor): Anglizismen. ISABEL BOGDAN hat dazu eine etwas andere Meinung, nämlich: pffft." Meine neue Kolumne ist da! Und sie hat jetzt, wie man sieht, ein eigenes Logo. Bitte anklicken. PS: Wenn man hier rechts oben das Grimme-Online-Logo anklickt, kann man dafür stimmen, dass, jetzt nur mal so als Beispiel, das Titel-Magazin den Publikumspreis bekommt. ... Link Samstag, 29. Mai 2010
Is a book
isabo,
10:27
Alan Bennett (Ingo Herzke): Handauflegen Der Roman beginnt so: Treacher ist nicht der einzige, der da in der Kirchenbank sitzt, die Kirche füllt sich mit immer mehr Prominenten, von hochrangigen Politikern über Banker bis hin zu Schauspielern und Fernsehsternchen. Sie alle sind zum Gedenkgottesdienst für Clive gekommen, der im zarten Alter von 34 Jahren gestorben ist. Niemand weiß, woran, aber man macht sich so seine Gedanken. Clive war Masseur, er hat die Reichen und Schönen massiert, und ihnen – je nach Bedarf und mit größter Diskretion – nicht nur die Hand aufgelegt. Alle sind erstaunt, dass so viele andere Prominente da sind, dass überhaupt so viele Leute da sind, sie alle dachten, sie gehören zu einem exklusiven, kleinen Kreis. Die Trauer um Clive ist bei den meisten weniger eine Trauer um Clive, als vielmehr die Angst davor, dass er ihnen etwas Unliebsames hinterlassen haben könnte. Und so rutscht die versammelte Upper Class auf den Bänken hin und her, während der Gottesdienst unter Anleitung von Pater Jolliffe seinen Lauf nimmt. Pater Jolliffe kannte Clive übrigens auch und wird, wie alle anderen Anwesenden, durch verschiedene Enthüllungen im Laufe des Gottesdienstes gehörig durch seine Gefühlswelt geschleudert. Alan Bennett bezaubert hier wieder mal (wie schon in der Souveränen Leserin und Così fan tutte) mit seinem extrem britischen Humor, mit diesem feinen Ironieteppich, der der ganzen Geschichte zugrunde liegt; er nimmt Ängste und Befindlichkeiten aufs Korn und nimmt sie erstaunlicherweise gerade durch Unernst und Überdrehtheit ernst. Und auch dieser Bennett hier ist ebenso kurz wie die beiden anderen, keine 100 Seiten. Wer einfach mal was Kleines, Leichtes, unglaublich Charmantes, aber keineswegs Dummes lesen möchte: Alan Bennett. Dieser hier ist vielleicht der Lustigste von den dreien, die ich bislang gelesen habe. Ich liebe sie alle drei. ... Link Freitag, 28. Mai 2010
Möhrenkuchen
isabo,
23:49
5 Eier Backofen auf 175° vorheizen. ... Link Donnerstag, 27. Mai 2010
Manchmal
isabo,
17:02
hat man nichts zu bloggen. Oder hat, um es etwas dramatischer auszudrücken, eine Kreativitätskrise. Mir fällt nichts ein, ich könnte natürlich mehr vom Urlaub erzählen, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass das mir gehört, ich muss ja nicht alles hier reinschreiben. Andererseits weiß ich auch, dass ich es eh vergesse, wenn ich es nicht aufschreibe. Ach, egal. ... Link Dienstag, 25. Mai 2010
Is a book
isabo,
11:51
Gerbrand Bakker (Andreas Ecke): Juni Der Roman beginnt so: Im Juni 1969 besucht die niederländische Königin Juliana das Dorf. Alle sind darauf vorbereitet, die Häuser sind geschmückt, Kinder überreichen Blumen und winken mit Fähnchen, die Volkstanzgruppe tritt auf, und so weiter. Für alle ist es aufregend, außer für die Königin, die macht das nämlich dauernd. ... Link Donnerstag, 20. Mai 2010
Is a book
isabo,
21:14
Paul Torday (Thomas Stegers): Charlie Summers Der Roman beginnt so: Irgendwo in diesem Riesengeschäft mit dem Geld befindet sich Hector Chetwode-Talbot, genannt Eck. Er versteht nicht wirklich etwas vom Geldgeschäft, lernt aber gerade genug, um seinen reichen Freunden so weit den Mund wässrig zu machen, dass sie in den Hedgefonds seines Chefs Bilbo investieren. Es ist sein Job, neue Kunden zu akquirieren, und da er aus entsprechenden Kreisen stammt, reichlich Leute kennt und mit Messer und Gabel essen kann, ist er ein guter Mann für diesen Job und verdient gutes Geld. Seine Freunde legen ihr Geld bei Bilbo an, unter anderem sein alter Freund Henry Newark. Paul Torday bekommt einen Regalplatz zwischen Friedrich Torberg und Sue Townsend. ... Link
Paradies
isabo,
15:42
Ich war laufen. Jetzt sitze ich frisch geduscht draußen und schaue auf die Wiese. Irgendwo im Hintergrund grasen Schafe. Die Sonne scheint, der Bach rauscht, die Vögel zwitschern. Ein Schmetterling flattert über den Rasen, ich sehe ihm nach. Lucy, der schmusebedürftigste Hund der Welt, kommt und legt mir die Schnauze auf den Schoß. Ich kraule ihr den Kopf. Zwei Schwalben fliegen in rasanten Kapriolen über die Wiese. Hinten ruft ein Lämmchen nach seiner Mutter. Der beste Ehemann von allen zupft leise auf seiner neuen Tenor-Gitarre. Es ist sehr warm in der Sonne. Wenn ich in den letzten Wochen jemandem erzählt habe, dass wir nach Schottland fahren, war die Reaktion immer dieselbe: Das Wetter! „Aber schlimmer als hier kann es dort ja auch nicht werden“, hieß es dann meist. Wir hätten Sonnenmilch einpacken sollen. Ich lese, der Bach rauscht, ein Pfau schreit. Lucy stupst mich an, ich soll weiterkraulen. Irgendwo schnattert die Gans. Ich esse noch einen Keks (McVities Chocolate Covered Digestives). J. kommt, drückt mir eine Hängematte in die Hand und zeigt auf einen Baum. Da drin hängen zwei Karabiner, sagt sie, es ist der beste Platz der Welt. Ich bin dann mal weg. ... Link Sonntag, 16. Mai 2010
Urlaubsbekanntschaften
isabo,
23:04
In weiteren Rollen: (Keine Ahnung, was mit den Bildern los ist. Diesmal habe ich sie vorher verkleinert, sie sehen okay aus, nur hier im Blog nicht. Betrifft auch alte Bilder, zum Beispiel die verlinkten, die sahen auch schon mal besser aus. Seltsam.) ... Link Samstag, 15. Mai 2010
Is a book
isabo,
22:25
Tilman Rammstedt: Der Kaiser von China Der Roman beginnt so: Hurra! Was für ein sensationell beknacktes Buch! Bisher war alles, was ich von Tilman Rammstedt gelesen habe – nämlich alle Bücher, die er sonst noch veröffentlicht hat: Erledigungen vor der Feier und Wir bleiben in der Nähe – wahnsinnig klug und so, dass man am liebsten dauernd alles zitiert hätte. Und immer lag irgendwo unten drunter so ein grandioser Humor, der nie dumme Witze machte, sondern nur hier und da aufschien und eine Art Humus für all die klugen Gedanken bildete. Und jetzt kommt ebendieser Tilman Rammstedt daher und ist einfach mal hemmungslos albern. Ohne in dumpfen Schenkelklopferhumor zu verfallen, natürlich. Rammstedt steht im Regal zwischen François Rabelais und Fabrizia Ramondino. UPDATE: Katy hat es auch gelesen und gemocht. ... Link Dienstag, 11. Mai 2010
Grimme Online Award
isabo,
12:40
Jippie! Champagner! TITEL Kulturmagazin (genau: das ist das, in dem auch meine Kolumne erscheint) ist für den Grimme Online Award nominiert! Herzlichen Glückwunsch an alle Kollegen! Prost! Desweiteren gratuliere ich ganz herzlich drei gerngelesenen Bloggern, die ebenfalls nominiert sind, nämlich Herrn Paulsen von Nutriculinary, Smilla Dankert von anders-anziehen und Alexander Görsdorf von Not quite like Beethoven. Ich freu mich für Euch! Und für uns! Und neben den Preisen der Jury gibt es auch einen Publikumspreis: Auf der Website von TV SPIELFILM kann jeder Internetnutzer für seinen Favoriten unter den Nominierungen abstimmen. Ich hätte da so ein-zwei Vorschläge, wo Ihr klicken könnt. Jeder Teilnehmer hat drei Stimmen. Sagte ich schon: Hurra? Hurra! ... Link Montag, 10. Mai 2010
Mit anderen Worten: Lotterleben
isabo,
11:48
Wer zu Hause arbeitet, kann jeden Morgen ausschlafen. Und überhaupt den ganzen Tag tun und lassen, was er will. Strenggenommen arbeiten Freiberufler eigentlich gar nicht. ISABEL BOGDAN führt ein Lotterleben. Meine neue Kolumne im Titel-Magazin ist erschienen! Bitte aufs Logo klicken. ... Link Sonntag, 9. Mai 2010
Liebe Laboratoires Garnier,
isabo,
12:58
was soll ich eigentlich von einer Body Lotion halten, auf der steht, man solle sie nicht im Gesicht anwenden und sich nach dem Eincremen die Hände waschen? Soll ich glauben, dass die für meine restliche Haut gut ist? ... Link
Is a book
isabo,
11:10
Ralf Rothmann: Feuer brennt nicht Der Roman beginnt so: In dem Zug sitzen Wolf und Alina, sie fahren raus aus Berlin, nach Friedrichshagen, sie ziehen nämlich aufs Land. In Kreuzberg ist es nicht mehr auszuhalten, und am Stadtrand ist alles anders, da ist noch Osten, es gibt Natur und spießige Nachbarn. Wolf ist Schriftsteller und mehr als zehn Jahre älter als Alina; sie studiert Germanistik und Theaterwissenschaften* und unterrichtet später Deutsch als Fremdsprache. Die beiden sind zwar schon ewig ein Paar, wohnen nun aber zum ersten Mal zusammen, was natürlich einige Schwierigkeiten mit sich bringt. Und dann taucht Charlotte auf, eine verflossene Geliebte von Wolf. Ralf Rothmann wohnt im Regal zwischen Philip Roth und Joanne K. Rowling. [*Kleine Witzigkeit am Rande: wenn sie in den Achtzigern in Berlin Theaterwissenschaften studiert hat, dann hat sie bei meinem Onkel studiert, und der heißt Wolf. Hihi. Ja, ich weiß, dass sie nur eine Figur ist.] ... Link Samstag, 8. Mai 2010
Is a book
isabo,
14:24
Ludwig Bechstein, Axel Scheffler (Illustration): Der Verdrüßliche Ich bin verdrüßlich! Sonne scheint gar zu hell, Weil nichts nach meinem Sinn, Und so weiter. Der Verdrüßliche ist verdrüßlich, komme, was wolle. Und wenn alle um ihn herum tanzen und den Hut in die Luft werfen, wenn Winter, Frühling, Sommer oder Herbst ist: der Verdrüßliche ist verdrüßlich. So schreibt es Ludwig Bechstein. ... Link Donnerstag, 6. Mai 2010
Leipzig Hauptbahnhof
isabo,
09:56
Ich frage die Dame am Infoschalter, wo der Bus Nr.89 abfährt. Sie sagt in allerbreitestem Ostdeutsch, sie wisse nur mit der Bahn Bescheid, habe keine Ahnung, wo welcher Bus fährt, und sie sei auch keine Leipzigerin, wie ich an ja ihrem Dialekt hören würde. Hey, ich schwör, in dem Moment war das total lustig, ich hätte fast gelacht! ... Link Mittwoch, 5. Mai 2010
Note to myself:
isabo,
10:36
When you setz Milch auf, stay right next to it and watch it get warm, because you darn well know the aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Prinzip! ... Link Dienstag, 4. Mai 2010
Treffen sich fünf Kollegen
isabo,
15:55
Die erste Amtshandlung von Kollegin 1 (das bin ich) ist: verschlafen. Wir treffen uns um elf in der Mathilde, ich wache um halb elf auf, breche sofort in Hektik aus, stürme um fünf vor elf los – ohne Jacke, nur im Pulli, denn die Sonne scheint und ich glaube, es ist warm. Ist es aber nicht. Um 17 Minuten nach elf komme ich einigermaßen durchgefroren in der Mathilde an. ... Link Sonntag, 2. Mai 2010
Liebe Eisverkäufer,
isabo,
16:22
wenn ich mein Eis im Becher möchte, statt in der Waffel, dann doch vermutlich deswegen, weil ich Waffeln langweilig und doof finde und allgemein der Meinung bin, dass sie wie ein Stück Pappe schmecken. Wenn Ihr mir dann auf das Eis im Becher oben drauf eine Waffel … ach, vergesst es. ... Link Samstag, 1. Mai 2010
Percanta …
isabo,
00:56
… hat auch noch über ihr Lesungswochenende in Hamburg gebloggt und zeigt Bilder, die meine Bemerkung über die, ach, guckt selbst. ... Link Freitag, 30. April 2010
Vorher / nachher
isabo,
10:12
Früher musste ich mir morgens immer schnell was überziehen, damit ich auf den Balkon rauskonnte, eine rauchen. Heute ziehe ich mir morgens schnell was über, damit ich auf den Balkon rauskann, um nachzusehen, was Radieschen, Dill, Petersilie, Basilikum, Schnittlauch, Erdbeeren, Wicken und Pfingstrose so machen. ( ... Link Donnerstag, 29. April 2010
Fick Dich ins Knie, Melancholie.
isabo,
15:48
Gisbert zu Knyphausens neue Platte ist erschienen. Und ich habe sie noch nicht gehört! Und seine zwei Konzerte auf der Dachterasse des Uebel und Gefährlich sind auch ausverkauft. Fick Dich ins Knie, Melancholie. ... Link Mittwoch, 28. April 2010
Is a book
isabo,
15:57
Isolde Ohlbaum: Auswärtsspiele. Autoren unterwegs Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung tagt alle zwei Jahre im Frühjahr im Ausland. Isolde Ohlbaum, die Grande Dame der deutschen Autorenfotografie, hat diese Tagungen mit ihrer Kamera begleitet und in diesem Band Bilder aus Budapest (1998), Krakau (2000), Turin (2002), St. Petersburg (2004), Kopenhagen (2006) und Lemberg/Czernowitz (2008) zusammengestellt. Keine inszenierten Einzelportraits der Autoren, sondern Gruppenbilder, Schnappschüsse beim Kaffee, zu zweit oder zu mehreren ins Gespräch vertieft, bei Spaziergängen, Lesungen, beim Zuhören, in Kirchen, bei Besichtigungen. Herzlichen Dank für dieses tolle Geschenk, Herr Handfeger! ... Link Montag, 26. April 2010
Mit anderen Worten: Unsichtbar.
isabo,
12:22
„Der XYZ-Verlag bringt den Roman ABC nun auf Deutsch heraus.“ – „Jetzt in neuer Übersetzung.“ – „Den deutschen Text liest B. Kannter-Schauspieler.“ – „Endlich auf Deutsch erschienen.“ Immer diese Erscheinungen! ISABEL BOGDAN regt sich auf. Und zwar fürchterlich. Meine neue Kolumne im Titelmagazin ist da! Bitte aufs Logo klicken. ... Link
Tirili. Die Frühlingsbloglesung
isabo,
10:58
Alle waren pünktlich. Oder ein bisschen zu früh. Manche waren sogar viel zu früh, schon vor sieben, um vor der Lesung noch was zu essen oder so, aber die Kneipe machte erst um acht auf. Extra für uns, weil wir um acht lesen wollten, normalerweise öffnet sie erst um neun. Also verteilten sich die Zufrühkommer auf die umliegenden Kneipen und Restaurants, gegen zehn vor acht trudelten alle vor der Bar 439 ein. Und warteten auf Wirtin Carla. Nachhören kann man die Lesung hier: Herzlichen Dank für die Aufzeichnung, Lars! Das ist wirklich toll. ... Link ... Nächste Seite
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