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Für Salman Rushdie

"Das ist so seit 1989, und das bleibt so: Wenn Salman Rushdie gedroht wird, wird jedem Schriftsteller gedroht. Wenn Rushdie mundtot gemacht werden soll, geht das jeden Schriftsteller an, der die Menschenrechte und die Literatur verteidigt und für den die Freiheit der Kunst ein nicht verhandelbares Gut ist. Wir müssen nicht gut finden, was ein anderer sagt, schreibt, denkt - aber um unserer eigenen Freiheit willen müssen wir es ertragen. Und gerade als Schriftsteller müssen wir denen zur Seite stehen, denen das Wort verboten werden soll, gleich welcher Literatur, welcher Kultur sie angehören. Deshalb verurteilen wir die Drohungen, die anlässlich der Verleihung der britischen Ritterwürde an Rushdie von offiziellen und nichtoffiziellen Stellen im Iran und in Pakistan gegen ihn laut geworden sind."

Navid Kermani
Michael Kleeberg

Weitere Unterzeichner im Perlentaucher und auf Kermanis Webseite.

Artikel zum Thema:
Ranjit Hoskoté und Ilija Trojanow in der FAZ.
Ayaan Hirsi Ali in der Welt.
Süddeutsche, Spiegel, Zeit, Wikipedia.

Salman Rushdie hat die 1989 ausgesprochene Fatwa, den Mordaufruf gegen ihn überlebt. Einige seiner Übersetzer nicht.

Ich weiß nicht, ob hier Schriftsteller und Übersetzer mitlesen. Für letztere gilt: wer die Erklärung unterzeichnen möchte, melde sich bitte bei Friedrich Griese.

Link  *  2007-06-26 13:32  *  comment