Is a book

Alan Bennett, Ingo Herzke (Ü): Die souveräne Leserin
Die Queen gerät auf einem Spaziergang mit ihren Hunden im Palastgarten zufällig in den Büchereibus, der dort einmal die Woche hält, und leiht sich aus reiner Höflichkeit ein Buch aus. Sie fängt an zu lesen und hört gar nicht wieder auf; ihrem Hofstaat und ihren Beratern indes gefällt das auf die Dauer nicht besonders. Sehr nettes Büchlein mit viel Witz, ich habe es mit großem Vergnügen gelesen. Und es ist hervorragend übersetzt, inklusive der unterschwelligen, sehr britischen Ironie. Dicke Leseempfehlung, das macht einfach Spaß.
Das nächste Buch beginnt so: „Tante Anna starb mit sechzehn an einer Lungenentzündung, die aufgrund ihres gebrochenen Herzens und des noch nicht entdeckten Penizillins nicht heilen konnte. Ihr Tod trat an einem Spätnachmittag im Juli ein.“
joriste,
6. Januar 2009 00:51:30 MEZ
Ich erlaube mir, Herrn Handfegers Idee aufzugreifen und möchte lösen:
D G v A. (Ungefragte, unüberprüfte Antwort, da traue ich mich nicht mehr)
War übrigens ein Lesevergnügen, auch wenn man manchmal mitlesen konnte, welche Arbeit es gemacht hat, die Sätze so schön zu konstruieren.
Nix für ungut und viel Spaß beim Lesen.
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isabo,
6. Januar 2009 00:54:23 MEZ
Genau, Katharina Hagena: Der Geschmack von Apfelkernen.
Hm, mir sind manche Sätze eher nicht schön genug, zum Beispiel stimmt doch mit der Logik von "aufgrund des noch nicht erfundenen Penizillins" was nicht. Solcherlei sprachliche Knubbel sind da gelegentlich drin, das ist sehr schade.
[Ich könnt ja schon wieder: Davor habe ich zwei Übersetzungen gelesen, Eike Schönfeld und Ingo Herzke. Bei beiden war ich nach wenigen Seiten sicher, dass ich mich auf sie verlassen und diesen nervtötenden Rotstift in meinem Kopf einfach mal beiseite legen kann. Sehr angenehmes Gefühl beim Lesen. Dies hier ist keine Übersetzung, sondern eine deutsche Autorin, und ich kann den Rotstift nicht ganz weglegen. Ist nun mal so, ich bin ein schlimmer Klugscheißer.
Und da kriege ich gern mal die Motten, wenn ich dieses blödsinnig pauschale "ich les alles im Original, weil Übersetzungen sowieso immer schlechter sind" höre.]
Ansonsten lässt es sich aber sehr gut an, sie kann gut Stimmungen, Gerüche, Ambientes und sowas. Aber das will ich natürlich erst schreiben, wenn ich durch bin.
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jazzer,
7. Januar 2009 14:13:06 MEZ
Die Beste war auch hellauf begeistert und konnte es gar nicht mehr weglegen. Soviel Buchgeschmack hätte ich ihrem Chef gar nicht zugetraut.
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isabo,
7. Januar 2009 14:37:27 MEZ
Naja, man braucht ja kein großer Auskenner zu sein, um dieses Buch zu kaufen; es liegt überall in großen Stapeln herum, sieht toll aus, knallrotes Leinen, ist sehr dünn, soviel kann auch ein Nichtleser lesen, und man weiß, dass es niemandem wehtun wird.
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