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Thursday, May 20, 2010
Is a book


Paul Torday (Thomas Stegers): Charlie Summers

Der Roman beginnt so:
Das Geld kam aus dem Nichts. In den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts wurde die Welt wie nie zuvor von Geld überschwemmt. Die Zeitungen sprachen von einem „Chash-Tsunami“, mit einer Begeisterung, die jedes Urteilsvermögen vermissen ließ. Aber das war bezeichnend für die Situation, wie sie sich für uns im Geldgeschäft damals darstellte. Investmentbanken, Hedgefonds, Prime Broker, Hypothekengeber, Privatkundenbanken: Alle warfen mit Geld nur so um sich.

Irgendwo in diesem Riesengeschäft mit dem Geld befindet sich Hector Chetwode-Talbot, genannt Eck. Er versteht nicht wirklich etwas vom Geldgeschäft, lernt aber gerade genug, um seinen reichen Freunden so weit den Mund wässrig zu machen, dass sie in den Hedgefonds seines Chefs Bilbo investieren. Es ist sein Job, neue Kunden zu akquirieren, und da er aus entsprechenden Kreisen stammt, reichlich Leute kennt und mit Messer und Gabel essen kann, ist er ein guter Mann für diesen Job und verdient gutes Geld. Seine Freunde legen ihr Geld bei Bilbo an, unter anderem sein alter Freund Henry Newark.
Eck und Henry lernen eines Tages Charlie Summers kennen, einen Kleingauner, der mit immer neuen Geschäftsideen immer wieder scheitert und sich mehr schlecht als recht durchs Leben schlägt. Immer wieder taucht er in Henrys oder Ecks Nähe auf, mal zufällig, mal absichtlich, immer pleite. Wer ihm Geld leiht, bekommt es ziemlich sicher nicht zurück. Naja, und wie die Sache mit dem großen Geld und den riskanten Anlagen und den Hedgefonds und den faulen Immobilienkrediten ausgeht, ist ja bekannt.
Das Buch war mir angepriesen worden als Gesellschaftssatire, als hochkomische Beschreibung der englischen besseren Gesellschaft, der Finanzkrise und so weiter. Nun gut, es ist schon alles ungeheuer britisch, das macht Spaß, und deswegen habe ich es wohl zu Ende gelesen. Ansonsten fand ich es irgendwie mittel. Also, tatsächlich nicht schlecht, aber es reißt mich auch nicht vom Hocker. Und dann am Ende, als ich hoffte, das Ende könnte es noch rausreißen: leider verspielt. Vorher schon einen Dreh zu viel reingebracht, und dann am Schluss viel zu dick aufgetragen. Mochte ich nicht. Fazit: *achselzuck* Kann man schon gut lesen. Muss man aber nicht unbedingt. Ganz nett, wenn man sowieso gerade in Großbritannien ist.

Paul Torday bekommt einen Regalplatz zwischen Friedrich Torberg und Sue Townsend.

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Steht das Buch gar nicht im Regal zwischen irgendwas? ;)

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Okay, der letzte Satz ist jetzt auch bei angekommen. Sorry! ;)

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Messerscharf erkannt. Jetzt bin ich wieder zu Hause und trage es sofort nach. (Wusste gar nicht, dass da außer mir noch jemand Spaß dran hat.)

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Comments
Anderthalbfache Unterstützung!
Christl Klein, 144 days ago
Hm, Tempers Kommentar ist ja schon von 2008 - ich schätze eher nicht, dass...
isabo, 534 days ago
Zettel's Ingo Maurer Hallo, ich habe Ihren Beitrag zur Zettel's-Lampe gefunden. Da ich sie gerne...
Christiane Thomaßen, 534 days ago
das ist ein hobby von mir. antizyklisches kommentieren ;)
fabe, 538 days ago
Das hier ist ja schon eine Weile her. Hihi.
isabo, 539 days ago
hier war ja neulich stromausfall. menschen sind merkwürdig.
fabe, 539 days ago
endlich endlich setzt jemand ein Zeichen gegen das ständige Aussterben schöner Wörter! Da bin ich...
federfee, 555 days ago
Lassen Sie doch vielleicht mal Ihr Assoziationsmodul überprüfen, das spielt ja geradezu verrückt. Das...
isabo, 662 days ago
Oh, vielen Dank!
isabo, 772 days ago
grosses Lob Liebe Isabo, bin ueber Meike auf Dich gestossen und finde Deine Texte ganz...
LvO, 772 days ago
Der Verein lebe hoch, anderthalb mal hoch Bin dabei.
Jolen, 812 days ago
Da spricht mir wer aus der Seele. Ich gebe mir auch schon seit Jahren...
Cuguron, 867 days ago
Ha, wir haben auch nur Fangen (hieß einfach "fanga") ohne so ein Hintertürchen gespielt....
Irene, 921 days ago
Meiner hat mir nur von dem Smiley auf seiner Krone erzählt. Und ob ich...
strandfynd, 925 days ago
Bin gerade erst über das Interview gestolpert - für mich als Auch-Japanisch-Übersetzerin doppelt und...
frenja, 946 days ago
Beide haben Fahnenmasten, der linke und der rechte Nachbar. Und beide haben die Deutschlandfahnen...
croco, 947 days ago
das hier geht woanders nicht besser, aber versuch macht kluch...
don papp, 959 days ago
Ja. Ich habe aber erstens Schimpfe bekommen für dieses wunderschöne, kühle, coole, elegante, heißgeliebte...
isabo, 959 days ago
Sie wissen aber schon, dass das hier schöner ausschaut?
leavesleft, 959 days ago
Gute Entscheidung. Trennung in beruflich und privat ist unpraktisch (für alle Beteiligten) und wenig...
textundblog, 965 days ago
Jo. Dann.
isabo, 967 days ago
Möchten Sie es wissen?
kinomu, 967 days ago
alles gute und auf nach drüben!
skizzenblog, 967 days ago
ja ja ja!!! ES geht es geht es geht!!! (aber halt ohne Editieren, wurscht!)...
g a g a, 967 days ago
Ich GLAUBE, ich habe das Captcha- Dings jetzt weggemacht. Kannst Du es nochmal veruschen?
isabo, 967 days ago

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