Dienstag, 27. September 2005
Oha zum zweiten
isabo,
19:50
Arnulf Conradi, ehemaliger Verleger des Berlin-Verlags, macht mich gerade tatsächlich komplett sprachlos. Er schreibt in einer Rezension über das Buch BuchMarktBuch von Erhard Schütz: Ähnliches gilt für den Eintrag zur "Übersetzung". Da sind sie wieder, die bekannten Vorwürfe gegen die Verlage, die den armen Übersetzern zu wenig zahlen. Wie meist im Rahmen dieser etwas ermüdeten Argumentation wird auch hier ausgeblendet, wie viel die Verlage an Überarbeitung schwacher Übersetzungen zu leisten haben und wie unglaublich langsam die meisten Übersetzer sind. Literaturen, Heft 10/2005, S. 108
anselm buehling,
27.09.05, 21:10
dummdreist
Dazu kann man nun wirklich nichts mehr sagen. Und gerade Herrn Conradi wird man leider unterstellen müssen, dass er Ursache und Wirkung mit voller Absicht verwechselt. Erstaunlich, dass trotzdem noch so viele gute Übersetzer bei der Stange bleiben. Das lässt sich nur mit echter Leidenschaft - und Leidenfähigkeit! - erklären. Ich übersetze selbst, aber keine Bücher, sondern Gebrauchstexte. Das ist etwas trockener, aber wenigstens funktioniert hier der Markt. Man kann für seine Leistung einen halbwegs angemessenen Preis erzielen. Denn außerhalb der Buchverlage gibt es durchaus Menschen, die wissen, dass es wirtschaftlicher ist, gute Übersetzer gut zu bezahlen, als Unmengen Zeit und Geld in das Herumreparieren an unprofessionellen Übersetzungen zu stecken. Schade, ich habe Herrn Conradi bis eben für einen fähigen Verleger gehalten. ... Link
isabo,
27.09.05, 22:35
Okay, ich habe gebadet und die Sprache wiedergefunden. Herr Conradi mag ein fähiger Verleger sein, aber sein Verhältnis zu den Übersetzern ist, sagen wir mal, eher angespannt. Es wäre schön, Herr Conradi, wenn die Verlage ein bisschen mehr Zeit und Kompetenz in die Korrektur der Übersetzungen stecken würden. Vieles wird nämlich in der Tat einigermaßen schlampig lektoriert. Und ja, wir sind dankbar für ein gutes Lektorat! Ach, es ist alles so ermüdend. ... Link
anselm buehling,
27.09.05, 23:35
Wohl wahr...
...aber auch wieder außerordentlich anregend. Nicht vergessen: Du bist Deutschland. Ich bin Deutschland. Wir alle sind Deutschland. Grund genug, deprimiert zu sein. Aber das Conradi-Prinzip weist den Ausweg aus der Krise! ... Link |
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Kommentare
Zettel's Ingo Maurer Hallo,
ich habe Ihren Beitrag zur Zettel's-Lampe gefunden. Da ich sie gerne...
Christiane Thomaßen, vor 13 Jahren
endlich endlich setzt jemand ein
Zeichen gegen das ständige Aussterben schöner Wörter! Da bin ich...
federfee, vor 13 Jahren
Lassen Sie doch vielleicht mal
Ihr Assoziationsmodul überprüfen, das spielt ja geradezu verrückt. Das...
isabo, vor 13 Jahren
grosses Lob Liebe Isabo,
bin ueber Meike auf Dich gestossen und finde Deine Texte ganz...
LvO, vor 14 Jahren
Ha, wir haben auch nur
Fangen (hieß einfach "fanga") ohne so ein Hintertürchen gespielt....
Irene, vor 14 Jahren
Bin gerade erst über das
Interview gestolpert - für mich als Auch-Japanisch-Übersetzerin doppelt und...
frenja, vor 14 Jahren
Beide haben Fahnenmasten, der linke
und der rechte Nachbar. Und beide haben die Deutschlandfahnen...
croco, vor 14 Jahren
Ja. Ich habe aber erstens
Schimpfe bekommen für dieses wunderschöne, kühle, coole, elegante, heißgeliebte...
isabo, vor 14 Jahren
Gute Entscheidung. Trennung in beruflich
und privat ist unpraktisch (für alle Beteiligten) und wenig...
textundblog, vor 14 Jahren
ja ja ja!!! ES geht
es geht es geht!!! (aber halt ohne Editieren, wurscht!)...
g a g a, vor 14 Jahren
Ich GLAUBE, ich habe
das Captcha- Dings jetzt weggemacht. Kannst Du es nochmal veruschen?
isabo, vor 14 Jahren
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