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Meine Lieblingsnachschlagewerke, Teil 2



A.M. Textor: Sag es treffender. Ein Handbuch mit 25.000 sinnverwandten Wörtern und Ausdrücken für den täglichen Gebrauch.

Hurra! Ich liebe ihn, meinen Textor. So oft weiß ich genau, was gemeint ist, finde aber nicht das hundertprozentige Wort in meinem kleinen Kopf. Oder ich habe irgendwas schon zu oft benutzt und möchte ein Synonym haben, oder etwas Eleganteres oder Derberes oder Prägnanteres oder etwas, was einen Hauch daneben liegt, oderoderoder. Der Textor wohnt auf meinem Schreibtisch und hilft mir. Sehr.
Und das funktioniert so: Willkürlich aufgeschlagen, hier der Eintrag zu

üben
wiederholen, memorieren, pauken, sich einprägen, auswendig lernen, proben, durchproben, probieren, einstudieren, einüben, bimsen, schulen, trainieren, trimmen, dressieren, drillen, exerzieren, abrichten, schleifen.

All diese Wörter stehen nicht noch mal unter den Einträgen „wiederholen“, „memorieren“ etc, sondern dafür gibt es im zweiten Teil den Index, der dicker ist als die Haupteinträge vorne: hinten schlägt man also das eine Wort nach, das einem einfällt, und findet dort die Angabe, unter welchem Eintrag all die Synonyme zu finden sind. Wenn mir also nur „pauken“ eingefallen ist, finde ich hinten den Verweis auf das Stichwort „üben“, aber auch auf „lehren“, „lernen“ und „spielen“, und kann dann dort die Synonyme und sinnverwandten Wörter finden. Und wenn ich das, was ich suche, im Textor mal nicht finde, regt er meine Gehirnzellen doch so weit an, dass mir selbst noch was ganz Anderes einfällt.

Keine Ahnung, ob das hier von Interesse ist und ob überhaupt irgendwer bis hierher gelesen hat. Ich liebe meine Nachschlagewerke jedenfalls sehr. Manche mehr, manche weniger, natürlich. Vor allem mag ich es, sie alle um mich herum zu haben, alle meine Lieben versammelt, auch wenn ich in manche nie reingucke. Und ich stelle fest, je länger ich übersetze und mich mit der deutschen Sprache beschäftige, desto mehr schlage ich nach.

Link  *  2005-10-01 16:43  *  comment

 

rhia, Samstag, 1. Oktober 2005, 17:47
Ich würde am liebsten gleich bei einem Buchladen vorbeifahren...

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rhia, Sonntag, 2. Oktober 2005, 01:52
Ich bin bei einem Buchladen vorbeigefahren.

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therealstief, Samstag, 1. Oktober 2005, 23:07
Muttergoethenochmal!
Meine Auflage (7.) kennt noch kein "bloggen". Kennte sie es, stände "bloggen" im Index genau zwischen "Blödsinn" und "blöken". Das will uns bestimmt etwas sagen!

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mequito, Samstag, 1. Oktober 2005, 23:48
Oh vielen Dank Frau Isa, ich habe meines gleich hervorgekramt nachdem ich diesen Eintrag las. Ist das lange her. Meine Version ist aus 1986 und wurde mir von meiner damaligen Deutschlehrerin wärmstens anbefohlen. Ich habe die Existenz dieses Buches gänzlich "zornig werden". (habe das gerade als treffenderes Wort für "vergessen" nachgeschlagen.)
Bekommt jetzt einen Platz auf meinem Schreibtisch.

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isabo, Montag, 3. Oktober 2005, 23:05
Herr Mequito, das üben wir aber noch mal: "zornig werden" ist natürlich ein Synonym für "sich vergessen". Das ist in der Tat etwas ungeschickt gemacht, der Eintrag lautet: "vergessen, (sich)". Da muss man dann schon was mit anzufangen wissen. :-)

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typ.o, Sonntag, 2. Oktober 2005, 11:20
hey, den hatte vatern im bücherschrank, stimmt! (gleich mal auf die einkaufsliste stellen). danke!
(gibts den auch elektrisch?)

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isabo, Montag, 3. Oktober 2005, 23:10
Ich glaube nicht.
Den Synonyme-Duden gibts elektrisch (PC-Bibliothek), aber der taugt nicht. Finde ich.

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isabo, Montag, 3. Oktober 2005, 23:08
Es freut mich natürlich sehr, dass das Thema doch auf so viel Interesse stößt - dann mache ich demnächst mal weiter, ich hab nämlich noch mehr tolle Nachschlagewerke.
Natürlich hat auch dieses Buch seine Macken und Unzulänglichkeiten, aber die haben wir ja alle.
"Domstadt" steht übrigens nicht drin (vgl. Doublettenparanoia), das ist ja schon mal ein gutes Zeichen.

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