Rigatiger
There once was a lady in Riga
who rode with a smile on a tiger.
They returned from the ride
with the lady inside
and the smile on the face of the tiger.
Ein gewisser Herr Kar*sek übersetzt das öffentlich, im Abendblatt von heute, so:
Da war eine Lady in Riga
die ritt auf einem Tiga.
Als sie zurückkamen vom Ritt
brachte der Tiga sie mit
lächelnd in seinem Bauch nach Riga!
Challenge! Kann jemand noch schlechter? Ich meine, so ein Nicht-Versmaß muss man auch erstmal hinkriegen.
Beeindruckend! Und Pointen, ich meine, wer braucht schon Pointen?
Schnellschuss. Reim versauen kann ich aber noch besser als Versmaß versaubeuteln. Ist auch einfacher - und Veränderungen müssen sich ja lohnen.
Da war eine Dame in St. Petersburg
die lächelte, wenn ein Tiger sie trug.
Sie kamen zurück von dem Ritt,
Dame, Tiger, Lächeln selbdritt,
und das Lächeln stand dem Tiger so gut.
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Wenn schon ändern, dann richtig. Wo Tiga, ist Känga nicht fern.
Da war ein Fräulein in Timbuktu,
das ritt lächelnd auf einem Känguruh.
Das Känguruh sprang fort, erfreut,
das Fräulein steckte fest im Beut-
el. Und es lächelte dazu, das Känguruh.
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isabo,
4. Februar 2008, 15:54
Boah, bist Du krass.
Es war mal eine Dame in Lettland,
die mit einem Lächlen auf einem Tiger ritt, weil sie ihn nett fand.
Als sie zurückkehrten von dem Ritt
waren sie nicht mehr zu dritt,
weil das Lächlen jetzt auf dem Gesicht vom Tiger stattfand.
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Eine Dame aus dem Baltikum
Ritt grinsend auf großen Katzen rum
Doch war ihr eines langen
Tages das Grinsen vergangen
als der Tiger kaut auf ihren Knochen rum
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philit,
4. Februar 2008, 15:36
Ich glaub’ nicht, dass ein solch prosodisches Massaker große Kunst erfordert. Das funktioniert wie von selbst: Der/die Unmusikalische hört nicht den grausamen Ton, hält ihn im Gegenteil für eine melodische Wohltat.
Und damit kann ich so nebenher ein dezentes Lob unterbringen: Denn im Gegensatz zu dieser Übersetzung ist das Haassche Plagiat weiter unten mehr als gelungen. Quasi ganz großes Kino, einfach ding.
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der,
4. Februar 2008, 15:43
Es war einmal eine Frau, wohnhaft in der Stadt Riga,
die grinsend auf einem Tiger ritt.
Als die beiden von diesem Ausreiten zurück kamen,
war die Frau im Bauch von dem Tier, das lächelte.
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Eine Lady, wohnhaft im Niger
Ritt strahlend auf einem Tiger
Doch zurückgekehrt
War die Lady verzehrt
Mit dem Tiger als strahlendem Sieger
Hm.
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isabo,
4. Februar 2008, 16:10
Schade, das ist leider ein bisschen zu gut.
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Die Riganerin ist so reimvernarrt,
dass sie stets auf ihrem Tiger beharrt,
um seine Streifen schlingt sie die Beine.
Jetzt macht der Tiger die Reime.
Auch er schlingt gut und reimt nicht schlecht, doch das Versmaß ist recht apart.
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isabo,
4. Februar 2008, 16:59
Eine Großwildjägerin an der Ostsee
wollte nicht gern allein zur Post gehn.
Da hat sie den Tiger mitgenommen,
aber der ist allein zurückgekommen,
das konnte man nun wirklich nicht vorausehn!
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schaum,
4. Februar 2008, 17:28
da war ein bielefelder mädel
das ritt lächelnd auf einem schädel.
als sie zurückkamen, wars spät,
unds mädel im schädel entlebt,
wie lächelte da schäbig der schädel.
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Ein Dichter namens K*r*sek,
Der schert sich um das Maß 'n Dreck.
Hauptsache ist, dass - what the heck? -
Noch Grinsen da, doch Lady weck.
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Da war mal ein Mädchen aus Dortmund
das lächelnd ritt auf nem Tiger und
sie ritt hin und dann her
doch zurück fiels ihr schwer
denn da trug der Tiger das Lächeln vorm Schlund
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Wo ist denn das bitte,
Dies "vor dem Schlund"?
Im Tigainnern die Höhle vom Mund?
Beim Außentiger die Kehle?
(Man merkt, wie ich mich quäle.)
Ich wette, es ist eine TigaRIN
Mit Namen Mona Lisa.
Da sind noch viele Limericks drin
Mit dem schiefen Turm von Pisa.
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isabo,
5. Februar 2008, 00:03
Das zieht einem ja die Schuhe aus, so grauenhaft ist das alles. Hervorragend! Weitermachen!
[Percanta hat stickumheimlich
drüben bei sich noch weitergemacht. Grau-en-haft!]
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Da war eine Dame aus dem Osten
die war kurz gesagt ein Vollpfosten.
Ritt aus auf ner Katze
die haute die Tatze
und Zähne in sie - auf ihre Kosten.
(eigentlich heut Nacht um 4 entstanden, aber da mochte der Ameisenhaufen sich gerade neu ordnen)
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Ein Glück für die Dame im Ti-
ger, dass Herr K. das Versmaß so nie-
derknüppelte,
dass den Tiger es schüttelte
und er die Lady ausspie.
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Warst Du selbst in jenem Ti(g)er?
Betroffenheitslyrik?
Ein Doku-Poem?
Wie schoem! Wie schick!
Nee, wie grau-
envoll. Doch irgendwie toll.
Voll toll. Leer toller.
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Eine Frau ritt durch die Straßen von Riga
wie die bekannte Lilly: lächelnd auf einen Tiga
was manch einer sich schon von Anfang an dachte
wurde wahr, als der Tiger bei der Rückkehr zufrieden und satt lachte
denn die Madame kam leider nur als Mageninhalt der Raubkatze wida.
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Da gab's dieses Mädel aus München,
die ritt gerne mal auf 'nem Hündchen.
Ihr Lächeln war frappant,
doch als es dann verschwand,
da trug es der Hund auf dem Mündchen.
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bosch,
7. Februar 2008, 12:49
Wunderschöne Vorschläge gibt es hier. Ihr seid ja alle so kreativ.
Heute Nacht dachte ich in einer schlaflosen Stunde ebenfalls über eine mögliche Version nach. Als ich eine zusammengedichtet hatte, schlief ich ein und konnte mich nach dem Aufstehen beim besten Willen nicht mehr an sie erinnern. Falls ich heute Nacht wieder vor lauter Schlaflosigkeit das Dichten beginne, werde ich vor dem Zubettegehen auf meinem Nachttisch Papier und Bleistift bereitlegen.
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bosch,
7. Februar 2008, 13:07
So, endlich jegliches Versmaß und alle Reime erfolgreich abgetötet:
Es war eine Frau aus Hannovar,
die saß meistens auf ihrem Sofar.
Nur einmal ging sie ins Barhaus,
dort machte ein Tiger ihr den Garaus.
Ihr Ende war nicht abwehrbar.
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aber sie lächeln ja gar nicht ...
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peziso,
7. Februar 2008, 14:57
also ich hab gleich auf alles gepfiffen:
es kam eine junge frau aus wien,
die hatte für tiere keinen sin(n),
wollt reiten auf dem tiger fein,
und stand vor dessen schnäuzelein
sprang hin und wieder her,
da konnt die katz nicht mehr,
sie frass sie auf am stück,
und brachte sie im bauch zurück.
aber um dem "ursprungtext besser zu folgen wäre diese Version viell ok:
da war ne frau aus bern,
die hatte tiger gern,
doch als sie auf dessen rücken sass,
die katz die ganze etikett' vergass,
denn reitier sein das lag im fern.
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peziso,
7. Februar 2008, 18:59
jetzt hab ich die idee in der birne daher noch einer:
da war die dame aus dem morgenland,
die tigerreiten lustig fand,
der tiger doch ganz anders dachte,
und ihr darob den garaus machte,
dann satt trabte er auf der wüste sand
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isabo,
7. Februar 2008, 19:27
Meine Güte, Ihr seid ja alle völlig schmerzfrei. Unfassbar.
Man sollte Euch allen eine Kolumne im Abendblatt geben!
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bosch,
7. Februar 2008, 21:39
Es war ein Weib aus Polen,
von der war nichts zu holen.
Das wusste der Tiger auch
und biss ihr in den Bauch.
Dann guckte er verstohlen.
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bosch,
8. Februar 2008, 14:12
Ein weiterer Versuch:
Ein Mädchen aus dem Märchenland
bezaubernd Tigerenten fand.
Die Tigerente aber mochte
das kleine Mädchen nicht und kochte
es solang bis es ganz verbrannt.
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bosch,
8. Februar 2008, 17:13
Es war einst Hell*uth Kar*sek,
der kriegt von Springer einen Scheck.
Dafür dass er ganz ohn' Geschick
verstümmelt einen Limerick.
Als Abonnent schluckt man viel Dreck.
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