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Montag, 27. April 2009
Is a book

Paula Fox (Ingo Herzke): Der kälteste Winter. Erinnerungen an das befreite Europa

Das Buch beginnt so:
Ich bin in New York City geboren und habe die meiste Zeit meines Lebens in oder bei New York gelebt. Manche Viertel sind für mich, auch wenn sie sich inzwischen bis zur Unkenntlichkeit verändert haben, mit den Gefühlen längst vergangener Ereignisse aufgeladen – zumindest immer dann, wenn ich sie durchquere.
Es kommt mir vor, als hätte ich hundert Jahre lang wechselnden Vermietern für die unterschiedlichsten Wohnungen in verschiedenen Teilen der Stadt Miete gezahlt. Zu jener Zeit suchte ich immer nach Möglichkeiten, New York zu entkommen, denn ich stellte mir vor, wenn ich nur den richtigen Ort finden könnte, würden die Probleme des Lebens verschwinden.

Ein Teil der Lebenserinnerungen von Paula Fox. Sie reist 1946 im Alter von dreiundzwanzig Jahren als freie Journalistin nach Europa, zunächst nach London, dann Paris, Polen, Spanien. Eine interessante Frau in einer schwierigen Zeit, in Ländern, die unter den Nachwirkungen des Krieges leiden, der kälteste Winter in Polen, Francos Spanien. Fünfzig Jahre später schreibt sie ihre Erinnerungen auf; sehr interessant zu lesen (etwa, wie die Hoffnungen schwinden, die sie in den Kommunismus gesetzt hat), mit stellenweise wirklich eindrucksvollen Bildern, aber insgesamt wirkt es – vielleicht notwendigerweise – ein wenig bruchstückhaft und erratisch. Aber Erinnerungen sind eben keine Geschichte, kein Roman. Sehr gutes Buch für die Handtasche, man kann prima immer mal wieder ein Kapitel lesen.
Paula Fox wohnt im Regal zwischen E. M. Forster und Julia Franck.

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