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Donnerstag, 3. Juni 2010
Fit und Well (13): Schwarzlichtviertel

Mit Schwarzlicht beleuchtetes Indoor-Minigolf ist eine so bescheuerte Idee, dass ich da selbstverständlich hinmusste. Zumal sowieso das alljährliche Blogger-Minigolfen um den begehrten Wanderpokal anstand. Der Pokal ist etwas ganz Besonderes und zu Recht begehrt, wir sagen aber nicht, worum es sich handelt, denn sonst wollt Ihr demnächst alle mit, und das geht ja nicht. Ohnehin ist dieser Pokal eine Sache, die gewöhnlich zwischen dem lustigen Mann und Kid37 ausgefochten wird, und letzterer hat diesmal unter fadenscheinigen Vorwänden geschwänzt. Womit der diesjährige Sieger auch schon gleich ausgeplaudert wäre.

Wir waren zu fünft und pünktlich. Pünktlich ist wichtig, man muss sich nämlich vorher anmelden und bekommt einen Termin mit genauer Uhrzeit, und die Uhrzeit ist nicht etwa eine lose Anregung wie „viertel nach zwei“, nein, die Uhrzeit, zu der wir unseren Minigolftermin hatten, lautete 14:18 Uhr. Ja, das meinen die ernst.
Um haargenau achtzehn Minuten nach zwei betreten wir also einen winzigen Raum, der innen aussieht wie ein U-Boot. Beziehungsweise wie ein ziemlich kleines Kind sich ein U-Boot vorstellt. Und der schwankt und wackelt, und in dem uns ein alberner „Kapitän“ auf einem Bildschirm die Minigolfregeln erklärt. Joho, und ne Buddel Rum. Manche von uns amüsieren sich, andere kriegen schlechte Laune.
Das U-Boot befördert uns in die erste von drei „Erlebniswelten“. Ich weiß nicht, ob die so heißen, das habe ich mir gerade ausgedacht, solche Sachen heißen ja immer so. Die erste Erlebniswelt ist eine Unterwasserwelt. Alles mit Schwarzlicht beleuchtet und in grellen Neonfarben bemalt. Wilde Unterwasserfantasien mit Haien und Kraken und Schiffswracks und Neptun und Nessie. Die schlechte Laune ist sofort weg, denn das ist wirklich großartig bescheuert. Alles so schön bunt hier! Und ich trage eine Art Tarnkleid, gute Wahl.

Alsdann tritt man durch eine Art Stargate über einen kleinen Strand (eine Bahn, der Ball muss in eine Schatzkiste) in den Dschungel. Grellbunte Papageien, Spinnen, Dinosaurier, Vulkane. Was im Dschungel halt so ist. Übrigens liege ich mit noch jemandem zusammen in Führung. Aber Dinge ändern sich, und Minigolf ist Minigolf. Wobei die Bahnen hier teilweise wirklich speziell sind.

Es geht aus dem Dschungel in den Tunnel, eine runde Röhre, die man auf einer leicht geneigten Brücke durchquert, und an den Wänden bewegen sich bunte Längsstreifen im Kreis um einen herum. Wenn man auf der Brücke stehenbleibt, bekommt man schnell das Gefühl, dass die Streifen sich nicht bewegen, sondern stillstehen, während man selbst sich unablässig dreht. Sehr sonderbar, und es dauert danach eine Weile, bis ich das leichte Schwindelgefühl wieder los bin. Wir betreten als letztes eine Fabrik oder so was, in der die Designer dann vollends kindisch geworden sind. Das ist aber nicht der Grund, warum ich in rasanter Geschwindigkeit plötzlich hinten liege und schließlich spektakulär verliere, denn ich habe ja gar nichts gegen solche Kindereien. Der Grund ist eher, dass ich einfach nicht mit Bällen umgeh der Schwindeltunnel. Danach kann man ja gar nicht mehr geradeaus schlagen, und die anderen sind da viel schneller durchgegangen als ich, denen war nicht schwindelig. Dochdoch, so war’s.

Und während wir drinnen im Schwarzlicht kleine Neonbälle in Löcher schubsten, war draußen herrliches Wetter. Dort vor der Tür haben wir dann noch anderthalb Stunden mit selbstgebackenem Möhrenkuchen in der Sonne gesessen, auf einer Treppe zwischen Subway, einem Fitnessstudio, Deichmann und Rewe. Das war sehr gemütlich und nett, da an der großen Straße, mit dem Kuchen.

(Fotos: von oben nach unten durchnummeriert, stammt Bild 4 von Lady Grey, Bilder 8-10 von AxelK. Der Rest ist von mir.)

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Last modified: 09.12.13 22:30
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