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30
Sep

Erkenntnis. Und Tür zu.

Die Erkenntnis ist: Das mit den zwei Blogs funktioniert nicht. Dauernd überlege ich, wohin ich etwas tue, die Trennung in privat und beruflich klappt nicht, und irgendwie will ich das auch gar nicht. Und weil ich da drüben so eine schöne eigene Domain mit meinem eigenen Namen habe und es auch irgendwie mal Zeit für was Neues ist, geht es jetzt also dort weiter. Bitte hier entlang. Blumen und Einweihungsgeschenke bitte gleich drüben abgeben. Danke! Hier ist dann jetzt Schluss.

Tschüss antville! War schön hier, aber jetzt ziehe ich weiter. Ich werde sicher manchmal Heimweh nach dem Ameisenhügel haben. Aber ich hoffe, Ihr kommt alle mit. (Lesezeichen + Blogroll ändern und so. (Na kommt.))

isabo · 20:50h · comment · 19  ·

 

27
Sep

Flaggen

Vor gut zwei Jahren stand plötzlich ein Flaggenmast hinterm Haus, geflaggt war meistens Deutschland oder Hamburg. Etwa zur gleichen Zeit bekamen wir neue Fenster, daher war unser Vermieter, der im Erdgeschoss wohnt und den Mast bestückt, öfter bei uns in der Wohnung und beaufsichtigte die Handwerker. Wir kamen ins Gespräch, ich sagte, dass ich zwei Tage später Geburtstag hätte, da fragte er, ob ich Besuch bekomme und aus welchem Bundesland. Aus Bayern, sagte ich überrascht, und fragte mich insgeheim, was ihn das eigentlich anging. Bayern, sagte er, die Flagge habe er noch nicht, er habe bisher erst Schleswig-Holstein und Niedersachsen, weil dort die Enkelkinder wohnen. Aber wir sollten ihm jetzt immer sagen, aus welchem Bundesland wir Besuch bekommen, damit er entsprechend flaggen kann. Soweit kommts noch, dachte ich, und sagte vermutlich jaja.
Am nächsten Morgen wehte die Bayernflagge, und mein Besuch konnte kaum glauben, dass sie tatsächlich seinetwegen dort hing.
Wir haben uns daran gewöhnt. Irgendwie ist es ja auch nett, morgens aus dem Küchenfenster zu gucken und sich zu fragen, welches Bundesland das überhaupt ist, und wer wohl Besuch dorther hat. Nicht, dass auch nur einer der Hausbewohner dem Vermieter je Bescheid sagen würde, aber sobald ein fremdes Auto vor der Tür steht, weiß er das und flaggt entsprechend.



Schon länger gibt es auch eine Geburtstagsflagge, und spätestens wenn die hängt, wird man dann wirklich neugierig und möchte wissen, wem sie gilt. Wenn niemand Besuch oder Geburtstag hat, ist meistens Deutschland oder Hamburg geflaggt.

Heute hängt die Deutschlandfahne zum ersten Mal auf halbmast. Ich habe keine Ahnung, warum, und ein bisschen Angst.

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isabo · 16:26h · comment · ·

 

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isabo · 13:27h · comment · 0 ·

 

21
Sep

Isa veröffentlicht ihre Skype-Protokolle, zweifelt an ihrer Umgangssprache, gibt ein Seminar und überbringt mittendrin Komplimente

[10.09.10 20:41:13] Maximilian: schön auch, wenn man eine übersetzung von dir gleich am ersten satz erkennt :-)
[10.09.10 20:41:31] isa: nämlich?
[10.09.10 20:41:34] Maximilian: da ist ein isa-lieblingswort drin
[10.09.10 20:42:03] isa: welches denn?
[10.09.10 20:42:17] Maximilian: bescheuert
[10.09.10 20:42:24] isa: hihi
[10.09.10 20:42:29] isa: sagt man das sonst nicht?
[10.09.10 20:42:30] Maximilian: das benutzt sonst kein mensch
[10.09.10 20:42:33] isa: echt?
[10.09.10 20:42:34] isa: hm
[10.09.10 20:42:35] isa: sondern?
[10.09.10 20:42:35] Maximilian: aber du dauernd
[10.09.10 20:42:57] Maximilian: irre, meschugge, bemackt, bekloppt, nicht ganz dicht, behämmert etc
[10.09.10 20:43:20] Maximilian: aber bescheuert ist echt exotisch, im schriftdeutsch
[10.09.10 20:43:29] Maximilian: eben isa
[10.09.10 20:43:34] Maximilian: ich mag sowas
[10.09.10 20:43:36] isa: "bemackt" hast Du Dir in dieser sekunde ausgedacht, das gibt es gar nicht
[10.09.10 20:43:48] isa: und meschugge ist ja nun auch ziemlich speziell, viel spezieller als bescheuert
[10.09.10 20:43:51] Maximilian: doch, das ist gerade ziemlich jugendnah
[10.09.10 20:43:56] isa: meschugge?
[10.09.10 20:43:59] Maximilian: bemackt
[10.09.10 20:43:59] isa: quatsch
[10.09.10 20:44:16] Maximilian: meschugge eher aussterbend
[10.09.10 20:44:20] Maximilian: aber schön
[10.09.10 20:44:28] isa: ja
[10.09.10 20:44:31] Maximilian: wie plemplem
[10.09.10 20:44:46] Maximilian: lange nicht gehört

Jau. Meschugge und plemplem und bemackt vorschlagen, aber mir erzählen, kein Mensch würde heute mehr bescheuert sagen. Herr Maximilian! Ich habe heute meine Studentinnen gefragt. Sie haben mich ganz verständnislos angeguckt und gesagt, wie, wieso, bescheuert ist doch völlig normal, das sagt jeder dauernd, total selbstverständliches Wort.
Danke, Mädels! Ich dachte schon, mit meiner Umgangsprache stimmt was nicht.

Wenige Stunden später die Frage, ob ich auch andere Blogger kenne. Zum Beispiel den von den Herzdamengeschichten. Die seien ja so – haaaaach! Ja, sprach ich, ich bin sogar Patentante von Sohn 2. Haaaach, Du kennst Sohn zwei! Ja, sagte ich stolz. Und Sohn eins und die Herzdame auch, und Maximilian sei übrigens der, der behauptet hat, kein Mensch würde „bescheuert“ sagen.
Sir, ich soll Dir ausrichten: das ist ja wohl total bescheuert, so was zu behaupten.

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isabo · 21:46h · comment · ·

 

18
Sep

Paper Dreams. Hübsches aus Papier

Paper Dreams from Kenneth Onulak on Vimeo.

(Für ein Vollbild auf das Pfeilviereck zwischen HD und Vimeo klicken.)

isabo · 14:01h · comment · 0 ·

 

17
Sep

Bonjour Tristesse, Du alte Hackfresse!



Martina Kink (42), lebt und schreibt in München. Aber erst, seit sie in Rosenheim geboren und in Reit im Winkl aufgewachsen ist, in München das Studium abgebrochen, in München als Sekretärin Kaffee gekocht und in New York gelernt hat, wo sie hin will.

Isabel Bogdan, geboren 1968 in Köln, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokyo. Übersetzt seit 10 Jahren Literatur aus dem Englischen und bloggt unter … is a blog über Bücher und das Leben. Außerdem ist sie Vorsitzende des Vereins zur Rettung des "anderthalb".

Andreas Udluft ist freier Autor in Hamburg. Aufgewachsen in der DDR, war er zunächst Diskotheken-Betreiber, Leichenfahrer und Psychiatrie-Pfleger. Dann Jurastudium und kurze Anwaltstätigkeit, Schreiben für Zeitungen und Zeitschriften. Nach Anstellungen bei verschiedenen TV-Formaten (etwa "Unter uns") inzwischen freier Autor fürs Fernsehen (z.B: "Das perfekte Dinner"). Gründungsmitglied der Hamburger Autorengruppe "The Günter Grasses".

Maximilian Buddenbohm, geboren 1966 in Lübeck, studierte Bibliothekswesen in Hamburg. Heute arbeitet er als Controller für eine Marktforschungsfirma und betreibt nebenbei zusammen mit seiner Frau eine kleine Internetagentur. Er bloggt seit sechs Jahren mit großem Publikumserfolg über seine Kindheit und Jugend an der Ostsee, seine Frau (die Herzdame) und das Leben mit seinen zwei Söhnen. Schreibt auch Bücher.

Und Klaus Friese hat uns schon letztes Mal so charmant moderiert, den haben wir einfach behalten.

Kommt alle! Der Flyer darf auch gern mitgenommen und anderswo ausgelegt werden.

isabo · 10:05h · comment · ·

 

15
Sep

Is a book



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isabo · 11:30h · comment · 0 ·

 

14
Sep

Warum ich keine englischen Bücher lese

werde ich immer wieder gefragt, wenn Leute meine Leseliste sehen. Die ausführliche Antwort steht jetzt hier. Total provokativ!

isabo · 10:12h · comment · ·